Und plötzlich war der Parkplatz leer...: Zahl der Autodiebstähle 2006 weiter gestiegen

Deutsche Marken bei Langfingern besonders beliebt PLUS TIPPS: So machen Sie es Dieben schwer!

Und plötzlich war der Parkplatz leer...: Zahl der Autodiebstähle 2006 weiter gestiegen

Elektronische Wegfahrsperre hin oder her - auch im vergangenen Jahr hat die Zahl der Autodiebstähle wieder zugenommen. Laut Angaben der Allianz Versicherung wechselten 2006 insgesamt 2.129 Pkw ungewollt den Besitzer. Das sind 6,7 Prozent mehr als in Jahr davor. Marken aus Deutschland, angeführt von Volkswagen, rangieren in der Gunst der Diebe ganz oben.

Obwohl die neuesten Automodelle über ausgeklügelte Wegfahrsperren verfügen, sind sie nicht vor Diebstahl gefeit. Laut Angaben der Allianz gehen viele Diebe dazu über, sich die Originalschlüssel zu besorgen. Dabei schrecken sie auch vor Wohnungseinbruch oder Raub nicht zurück. Zudem sind viele Autobesitzer nachlässig, lassen etwa bei Tankstellen den Schlüssel stecken.

Vor allem Volkswagen sind bei den Langfingern sehr begehrt (528 gestohlene Pkw), danach folgen Ford, Mercedes und Audi. Weniger attraktiv für die Kriminellen sind offenbar andere europäische sowie japanische Automarken, so der Jahresbericht des Bundeskriminalamtes zur organisierten Fahrzeugkriminalität 2006.

Dramatisch zugenommen - plus 16,9 Prozent - hat die Zahl der entwendeten Motorräder, von denen im Vorjahr 1.003 Stück verschwanden. Heimische KTM wurden 200 Mal gestohlen und führen damit die Statistik der Bikes an. Bei den Mopeds kam Puch auf den unbeliebten ersten Platz.

In Wien fanden 45,3 Prozent der Kfz-Diebstähle statt, gefolgt von Niederösterreich mit 15,6 und Oberösterreich mit 10,5 Prozent. Am wenigsten Diebstähle gab es im Burgenland mit nicht einmal zwei Prozent.

Ist ein Fahrzeug einmal weg, dann bestehen nur mehr geringe Chancen auf ein Wiedersehen: Drei von vier gestohlenen Kfz bleiben verschwunden. Die Spur führt laut Polizei meist ins benachbarte östliche oder südöstliche Ausland.

(apa/red)