Und wieder ein Amoklauf in den USA:
Mann eröffnet Feuer in Architekturbüro

Ein Mensch getötet, fünf weitere wurden verletzt Täter erklärt: "Weil sie mich haben verrotten lassen"

Und wieder ein Amoklauf in den USA:
Mann eröffnet Feuer in Architekturbüro © Bild: Reuters

Ein hoch verschuldeter Mann hat im Büro seiner Exfirma in Orlando im US-Bundesstaat Florida um sich geschossen und dabei einen Menschen getötet und fünf verletzt. Drei Stunden nach dem Amoklauf wurde der 40-Jährige im Haus seiner Mutter verhaftet. Auf die Frage von Reportern, warum er seinen früheren Kollegen das angetan habe, erklärte er: "Weil sie mich haben verrotten lassen." Die Bluttat löste in den USA einen Tag nach dem Amoklauf eines Soldaten in Fort Hood große Betroffenheit aus.

Einem Konkursrichter hatte der Tatverdächtige Jason Rodriguez vor kurzem erklärt, er habe so wenig Geld, dass er nicht einmal seinen Sohn besuchen könne, der 30 Minuten entfernt wohne. Bei einem Sandwich-Geschäft bei einer U-Bahn-Station verdiene er im Jahr nicht einmal 30.000 Dollar (20.186 Euro) , verschuldet sei er mit 90.000. Rodriguez ist geschieden und verlor vor zwei Jahren seinen Job in der Firma, in der er um sich schoss.

Er sei als Techniker grundlos entlassen worden und als inkompetent dargestellt worden, sagte Rodriguez laut Polizei. Nach eigenen Angaben war er eineinhalb Jahre arbeitslos, bevor er auf Stundenbasis in dem Sandwich-Kiosk anfangen konnte. Weil das hinten und vorn nicht gereicht habe, meldete er sich erneut arbeitslos und warf seiner früheren Firma vor, seinen Bemühungen um einen neuen Job zu schaden.

Als Rodriguez dort zu schießen begann, liefen die Angestellten in Panik aus dem Gebäude, einige verschanzten sich auch in ihren Büros. Eine Mitarbeiterin in dem Büroturm sagte, sie habe gerade zum Mittagessen gehen wollen. Da habe ihr eine Kollegin am Lift entsetzt zugerufen: "Hier wird geschossen! Geh zurück in dein Büro und bring dich in Sicherheit", schilderte Gerry Gilgo die Szene auf dem Stockwerk, wo sich die Schießerei ereignete.

"Ich mache gerade eine schwere Zeit durch"
Der Täter konnte zunächst fliehen, wurde dann aber von der Polizei im Haus seiner Mutter gesichtet und gestellt, wie Polizeichefin Val Demings erklärte. Er ergab sich widerstandslos und entschuldigte sich für sein Verhalten. "Ich mache gerade eine schwere Zeit durch. Es tut mir leid", erklärte er laut Polizei.

(apa/red)