Unbekannter feuerte auf Wiener Polizisten:
Niemand wurde verletzt - Motiv noch unklar

Schütze konnte flüchten - Fahndung ist im Gang Zwischenfall ereignete sich bei Personenkontrolle

Unbekannter feuerte auf Wiener Polizisten:
Niemand wurde verletzt - Motiv noch unklar © Bild: APA/Oczeret

Mit Schüssen hat ein Unbekannter am späten Vormittag auf eine routinemäßige Personenkontrolle der Polizei in Wien-Landstraße reagiert. Der Mann lockte die Beamten in seine Wohnung am St. Nikolausplatz. Dort kramte er unter der Decke auf einem Sofa jedoch eine Waffe hervor und feuerte zweimal auf die drei Polizisten. Verletzt wurde bei der Schießerei niemand. Der Schütze konnte flüchten.

Ob der Mann dabei aus dem Fenster der Wohnung im ersten Stock gesprungen oder durch die Tür getürmt sei, werde derzeit noch überprüft, so die Polizei. Gesucht wird außerdem nach einem Mitbewohner des Mannes, der sich möglicherweise ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hat und nach den Schüssen gemeinsam mit dem Schützen geflüchtet sein könnte. Eine Festnahme gab es entgegen ersten Angaben der Polizei nicht.

Über die Identität der beiden gesuchten Männer sei noch nichts bekannt, sagte ein Kriminalist. Auch über mögliche Fluchtgründe wie Straftaten lagen bei der Polizei vorerst noch keine Informationen vor. Zu dem Schusswechsel kam es gegen 11.30 Uhr nachdem die Polizisten, die im Rahmen einer sogenannten Ausgleichsmaßnahme Identitätsüberprüfungen durchführten, den Mann gemeinsam mit einem Begleiter auf der Straße aufgehalten hatten.

Der spätere Schütze hatte laut Polizei keinen Ausweis dabei, versicherte aber die Dokumente den Beamten in seiner nahe gelegenen Wohnung zeigen zu können. Er wurde daraufhin - ohne seinen Begleiter - von den drei Polizisten dorthin begleitet.

Bei der Verfolgung des flüchtenden Mannes sei einer der Beamten gestolpert und habe sich den Knöchel leicht verletzt, so Briegl. Eine Spur von dem Schützen gab es vorerst nicht. Die Fahndung sowie die Untersuchung der Wohnung am St. Nikolausplatz waren am frühen Nachmittag noch im Gange. Auch umliegende Häuser wurden von der Polizei durchsucht. (apa/red)