Umweltkatastrophe in Indonesien führt zu Einsicht: Präsident will nun Wälder schützen

Unkontrollierte Abholzen der Tropenwälder zu Ende 30.000 Menschen nach Überschwemmung obdachlos

Umweltkatastrophe in Indonesien führt zu Einsicht: Präsident will nun Wälder schützen

Nach den schweren Erdrutschen und Überschwemmungen auf der Hauptinsel Java hat der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono größere Anstrengungen zur Wiederaufforstung angekündigt. "Wir sollten uns nicht mit den Fehlern der Vergangenheit aufhalten. Was wir jetzt brauchen, ist besserer Schutz für Wälder", sagte Yudhoyono nach Angaben der Nachrichtenagentur Antara am Samstag bei einem Besuch im Bezirk Wonogiri in Zentraljava.

Umweltschützer hatten das unkontrollierte Abholzen der Tropenwälder in der Region für die verheerenden Erdrutsche verantwortlich gemacht, durch die auf Java mindestens 65 Menschen getötet wurden. Die Suche nach Verschütteten dauerte auch am Samstag an. Nach Behördenangaben wurden in den betroffenen Regionen noch mindestens 16 Menschen vermisst, die Rettungsarbeiten wurden durch Regenfälle erschwert.

Schlimme Folgen
Nach Angaben Yudhoyonos waren unter den Vermissten auch zwei Kinder. Durch die Erdrutsche verloren laut dem indonesischen Gesundheitsministerium fast 30.000 Menschen ihr Dach über dem Kopf. In der Monsunzeit gibt es in Indonesien regelmäßig schwere Erdrutsche und Überflutungen. (APA/red)