Nervige Handy-Telefonierer

Mehrheit der Österreicher fühlt sich durch ungenierte Handy-Besitzer belästigt

Die Mehrheit der Österreicher fühlt sich durch Handy-Besitzer, die ungeniert in der Öffentlichkeit telefonieren gestört. Der Anteil jener, die das rücksichtslos machen, ist allerdings in den vergangenen vier Jahren gesunken. Das ergab eine veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra".

von Umfrage - Nervige Handy-Telefonierer © Bild: Corbis

Insgesamt 1.044 Personen ab 15 Jahren wurden im Juni befragt, wie sie zum Handy-Telefonieren in der Öffentlichkeit stehen. 15 Prozent von ihnen erklärten, sie fühlten sich häufig gestört, weitere 43 Prozent manchmal. Überdurchschnittlich oft war das von Angehörigen der älteren Generation zu hören. 42 Prozent stellten fest, es störe sie überhaupt nicht: "Jeder soll tun und lassen können, was er will." Das sagten vor allem Jüngere.

35 Prozent der Befragten telefonieren auf jeden Fall, ohne Rücksicht auf die Umgebung zu nehmen. Der Anteil jener, die zwar jeden eingehenden Anruf entgegen nehmen, aber selbst nur dann anrufen, wenn sie sicher sind, dass sie niemand stören, ist um acht Prozentpunkte gegenüber einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2008 auf 25 Prozent gesunken. Umgekehrt hat die Gruppe der rücksichtsvolleren Telefonierer, die nur dann sowohl anrufen als auch abheben, wenn sie niemand stören, um sieben Punkte auf 21 Prozent zugenommen.

Die Akzeptanz eines Verbotes von Mobiltelefonie für bestimmte öffentliche Einrichtungen hat um vier Prozentpunkte zugenommen. 67 Prozent können es sich aktuell vorstellen, 33 Prozent nicht. Gesprächsverbote werden vor allem im Theater, in Wartezimmern von Ämtern oder Ärzten und in Bibliotheken begrüßt. Weniger befürwortet werden sie in Öffentlichen Verkehrsmitteln, Gastgärten, Schwimmbädern oder Parkanlagen.