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Umfrage: EU-Bürger für harte Linie in den Brexit-Verhandlungen

8/10 wollen künftige Interessen der Europäischen Union an erster Stelle sehen

Vor den Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien zeigt eine Umfrage in großen EU-Ländern breite Unterstützung für eine harte Linie. Acht von zehn Befragten sprechen sich dafür aus, die künftigen Interessen der Europäischen Union an allererste Stelle zu setzen - statt besonderer Wirtschaftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich.

Die am Freitag veröffentlichte Umfrage unter jeweils etwa 1.000 Bürgern in Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Spanien und Schweden hatte die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europaparlament in Auftrag gegeben. Sie zeigt im wesentlichen, dass viele Bürger hinter den von der EU ausgegebenen Zielen für die Verhandlungen stehen, die im Juni beginnen sollen.

So wollen 92 Prozent aller Befragten Vorrang für den Schutz der Wirtschaft der 27 bleibenden EU-Staaten. 88 Prozent stützen die Forderung der EU, dass Großbritannien alle finanziellen Verpflichtungen begleiche, 86 Prozent erklären die Rechte der EU-Bürger in Großbritannien zur Priorität. Dagegen finden es nur 55 Prozent besonders wichtig, dass die britische Wirtschaft auch künftig floriert.

Auch für die künftige Ausrichtung der EU nach dem Ausscheiden Großbritanniens 2019 nennen die Befragten vor allem wirtschaftliche Ziele: 94 Prozent halten Wachstum und Jobs für besonders wichtig, 89 Prozent den Schutz gegen unfairen Wettbewerb. 92 Prozent plädieren für mehr gemeinsamen Anti-Terror-Kampf. Etwas schwächer ist dagegen mit 85 Prozent der Rückhalt für eine engere Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen.

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