Umbauarbeiten für 30.000 Euro: KZ-
Gedenkstätte Mauthausen wird barrierefrei

Erheblicher Teil der Besucher mobilitätsbehindert

Umbauarbeiten für 30.000 Euro: KZ-
Gedenkstätte Mauthausen wird barrierefrei

Die Gedenkstätte auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen wird barrierefrei. Ein nicht unerheblicher Teil der jährlich mehr als 200.000 Besucher gelte als mobilitätsbehindert, erklärte das Innenministerium. Die Fertigstellung, deren Kosten mit rund 30.000 Euro beziffert werden, ist für Ende Mai vorgesehen.

Mit "mobilitätsbehindert" seien nicht ausschließlich Personen gemeint, die auf die Verwendung eines Rollstuhles dauerhaft angewiesen sind, sondern vor allem auch ältere Menschen mit Gehschwierigkeiten, so das Ministerium. Gerade die Gruppe der Senioren verzeichne den prozentuell stärksten Zuwachs unter den Zielgruppen der Gedenkstätte. Das gehe aus der Statistik der vergangenen zehn Jahre deutlich hervor.

Da eine Einrichtung wie Mauthausen nur wirklich öffentlich sei, wenn keine Stufen oder sonstigen Barrieren den Besuch verwehren, erfolgt der Zugang zu den Baracken und in das Museum im historischen Bereich der Anlage in Hinkunft über Auffahrrampen mit Handläufen, berichtete das Innenministerium. Außerdem wird das Museumsgebäude mit einem elektrischen Plattformtreppenlift ausgestattet. Höhere Bordsteinkanten werden in gleicher Weise mit Metallrampen versehen.

Bei den Veränderungen werde auch auf den Denkmalschutz Rücksicht genommen, zumal kein direkter Eingriff in die Substanz der historischen Gebäude erfolgt, so die Verantwortlichen. Das Innenministerium erfüllt mit den baulichen Adaptierungen die Zielsetzungen hinsichtlich der Realisierung eines barrierefreien Zugangs von öffentlich genutzten Bundesgebäuden.