Nimm das! von

Uma Thurman rechnet
mit Harvey Weinstein ab

"Ich bin froh, dass es langsam geht - du verdienst keine Kugel"

Nimm das! - Uma Thurman rechnet
mit Harvey Weinstein ab © Bild: imago/Cinema Publishers Collection

Seit Wochen sieht sich Hollywood-Produzent Harvey Weinstein mit Missbrauchsvorwürfen von Schauspielerinnen konfrontiert, darunter äußerst bekannte Namen wie Ashley Judd, Gwyneth Paltrow oder Angelina Jolie. Nun hat sich auch Uma Thurman, die mit Weinstein unter anderem bei "Kill Bill" zusammengearbeitet hat, zu Wort gemeldet - und das sehr eindrücklich.

Als die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein ans Licht kamen, meinte Uma Thurman, sie sei zu wütend, um sich zum Fall zu äußern. Nun tat sie es. Und zwar zu Thanksgiving auf ihrem Instagram-Account. Zunächst zählte die Schauspielerin Dinge auf, für die sie dankbar ist, unter anderem, am Leben zu sein und für alle Menschen, die sie liebe und diejenigen, die den Mut haben, sich für andere stark zu machen. Und dann geht sie auf den Fall Weinstein ein. "Ich habe kürzlich gesagt, ich sei wütend, und ich habe ein paar Gründe dafür, #metoo, falls ihr das an meinem Gesichtsausdruck nicht sehen könnt.", schreibt die 47-Jährige zu einem Bild, das sie als rachsüchtige Braut aus "Kill Bill" zeigt.

Uma Thurman beendet ihr Posting mit folgenden Worten: "Ein frohes Thanksgiving euch allen! (Außer dir Harvey, und all deinen verfluchten Mittätern - Ich bin froh, dass es langsam geht - du verdienst keine Kugel) - bleibt dran."

Offenbar hat die Schauspielerin, die mit Weinstein unter anderem bei "Kill Bill" und "Pulp Fiction" mit Harvey Weinstein zusammenarbeitet, noch mehr zu erzählen.

© imago/UPI Photo Kelly Preston, John Travolta, Uma Thurman, Quentin Tarantino, Lawrence Bender und Harvey Weinstein im Jahr 2014 in Cannes

Regisseur Quentin Tarantino, der oftmals mit Weinstein zusammenarbeitete, erkärte beriets vor einigen Wochen, er bedauere es, nicht schon früher auf die Missbrauchsvorwürfe reagiert zu haben. "Ich wusste, er hat einige dieser Dinge getan", sagte er in einem Interview mit der "New York Times". "Ich wusste genug, um mehr zu tun, als ich getan habe", sagte er mit Blick auf Schauspielerinnen, die ihm von Belästigungen Weinsteins erzählt hätten. Er hätte viel früher "Verantwortung" übernehmen und seine Zusammenarbeit mit Weinstein beenden müssen.