Um feindliche Übernahme zu verhindern: Arcelor-Fusion soll Mittal abschrecken

Fusion bedeutet größtes Stahlunternehmen der Welt

Das europäische Stahlunternehmen Arcelor will mit der russischen Firma SeverStal fusionieren, um die feindliche Übernahme durch den Stahlkonzern Mittal abzuwehren. SeverStal-Chef und Konzerneigentümer Alexej Mordaschow werde mehr als 1,25 Mrd. Euro in den Stahlkonzern einbringen, teilte Arcelor mit. Die Fusion mit einem Umsatz von 46 Mrd. Euro solle "Ende Juli" beschlossen werden.

Aus dieser Fusion soll der weltgrößte und profitabelste Stahlkonzern mit einer Stahlproduktion von 70 Mio. Tonnen entstehen. Die Vereinbarung mit SeverStal bewertet Arcelor den Angaben zufolge mit 44 Euro je Aktie ohne Dividende. Zudem sehe die Vereinbarung eine Ausschüttung von 7,5 Mrd. Euro an die Aktionäre vor. Die Anteilseigner von Arcelor sollen künftig 68 Prozent an dem neuen Unternehmen halten. SeverStal ist einer der größten Stahlkocher Russlands.

Arcelor-Chef Guy Dolle rechnet nach eigener Auskunft mit einer ausreichenden Unterstützung der Aktionäre für die geplante Fusion mit dem russischen Stahlproduzenten Severstal. Er sei sehr zuversichtlich, dass die Mehrheit der Arcelor-Anteilseigner das Vorhaben annehmen werde, sagte Dolle dem Radiosender Europe 1.

"Weil es ein freundlicher Zusammenschluss ist, ist die Chance auf einen Erfolg sehr groß", betonte er. Seinen Worten zufolge hat ein Zusammenschluss mit dem russischen Konzern keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze. Arcelor werde nach der Fusion seinen Namen und den Firmensitz in Luxemburg behalten. (APA/red)