Um den ersten Sieg und Achtelfinaleinzug:
Für USA und Algerien zählt nur voller Erfolg

"Wüstensöhne" benötigen slowenische Schützenhilfe US-Star Landon Donovan setzt auf "American Spirit"

Um den ersten Sieg und Achtelfinaleinzug:
Für USA und Algerien zählt nur voller Erfolg © Bild: GEPA/Ort

In der Gruppe C der Fußball-WM in Südafrika ist vor der dritten und letzten Runde noch alles möglich im Kampf um den Aufstieg ins Achtelfinale. Im direkten Duell zwischen den bisher sieglosen Teams von Algerien und den USA heute im Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria (16.00 Uhr LIVE im NEWS.at-Ticker) könnten die US-Boys mit einem Erfolg aus eigener Kraft die Runde der letzten 16 erreichen. Die Nordafrikaner wären mit einem Dreier hingegen nur dann weiter, wenn gleichzeitig England in Port Elizabeth gegen Slowenien nicht gewinnt.

Der "American Spirit" soll den Einzug ins Achtelfinale für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten möglich machen. Der Confed-Cup-Finalist 2009 hat gegen die Briten aus einem 0:1 ein 1:1 gemacht und gegen die Slowenen nach einem 0:2 noch ein 2:2 gerettet. "Es gibt nicht viele Teams in diesem Turnier, die das hätten tun können, was wir getan haben. Darauf können wir stolz sein", posaunte Star Landon Donovan selbstbewusst. Das sei der "amerikanische Geist".

"Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie stets bis zum Schlusspfiff kämpft und alles gibt", meinte US-Teamchef Bob Bradley, der nur den gelb-gesperrten Stürmer Robbie Findley ersetzen muss, während sein Kollege Rabah Saadane seine Elf vom England-Match (0:0) wahrscheinlich unverändert lässt. "Wenn wir unser Potenzial abrufen, müssen wir vor keinem Gegner Angst haben. Dann können wir jeden schlagen", meinte Mittelfeldspieler Karim Matmour.

Algeriens Stärke ist die Einheit
Auch Kapitän Antar Yahia glaubt an die Chance des Achtelfinales seines Team, das die favorisierten Briten gar nicht gut aussehen ließ. "Unsere Stärke ist, dass wir auf dem Platz als Einheit auftreten. Wenn wir das nicht tun, können wir auch gegen die USA nicht gewinnen", sagte der Verteidiger. Mittelfeldmann Mehdi Lacen, der die Partien der USA gesehen hat und von der Moral des Gegners beeindruckt war, fügte warnend hinzu: "Sie haben gegen Slowenien gezeigt, dass sie sich zurückkämpfen können."

Die noch torlosen Algerier haben mit nur einem Punkt die schlechtesten Aufstiegskarten. Die Nordafrikaner haben bei ihren bisherigen zwei WM-Teilnahmen (1982, 1986) die Gruppen-Phase nicht überstanden. Außerdem gelang ihnen in ihren jüngsten sechs Spielen nur ein Tor und das aus einem Elfer (1:0 gegen Vereinigte Arabische Emirate). Die USA haben seit 1950 immer das dritte und letzte Gruppen-Spiel verloren. Algerien ist nach 28 WM-Spielen erst der zweite afrikanische Gegner. Die Premiere 2006 ging gegen Ghana 1:2 verloren.

(apa/red)