Um Palästinenser-Präsidenten zu schützen: Waffenlieferungen für Abbas-Leibgarde

Israel gibt grünes Licht, weil "sein Leben in Gefahr ist" Jordanien und Ägypten könnten Waffen bereitstellen

Israel will ausländische Waffenlieferungen an die Leibgarde des palästinensischen Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) zulassen. Ministerpräsident Ehud Olmert und Verteidigungsminister Amir Perez hätten einigen Staaten auf Anfrage grünes Licht gegeben, leichte Waffen und Munition an die Präsidentengarde in den Palästinensergebieten liefern zu dürfen, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Jerusalem mit.

Abbas solle dadurch besser geschützt werden, weil sein Leben in Gefahr sei. Die Sprecherin machte keine Angaben darüber, um welche Länder es sich handele. Vertraute von Abbas hatten vor kurzem gesagt, Ägypten und Jordanien würden die Leibgarde des Präsidenten mit Waffenlieferungen besser ausstatten wollen. Die beiden Abbas-Berater Saeb Erekat und Nabil Abu Rdainah erklärten, sie wüssten nichts von dieser Entscheidung. "Diese Berichte sind gegenstandslos und falsch", sagte Abu Rdainah.

Anhaltende Unruhen und Gefechte in den Palästinenser-Gebieten zwischen Anhängern der regierenden, radikalislamischen Hamas sowie der Fatah-Bewegung des moderaten Abbas hatten zuletzt Ängste vor einem Bürgerkrieg genährt. Auch wurde befürchtet, der Palästinenser-Präsident selbst könnte Ziel der Gewalt werden. Vor einigen Wochen hieß es, die radikale Gruppe Islamischer Dschihad plane einen Anschlag auf Abbas. Bei Schusswechseln zwischen Anhängern der rivalisierenden Gruppen wurden am Donnerstag zwölf Menschen verletzt.

(apa/red)