Um sich gegen Doping-Anschuldigungen zu wehren: Gusenbauer verspricht Rechtshilfe

Sportler sollen vor Verleumdungen geschützt werden

Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat sich nach dem Ministerrat anlässlich des Beschlusses des Antidoping-Pakets dafür ausgesprochen, Sportlern entsprechende Rechtshilfemechanismen zu öffnen, wenn sie sich gegen ungerechtfertigte Dopinganschuldigungen vor Gericht wehren wollen. Der Sportminister sprach von einer höchst sensiblen Angelegenheit.

Einerseits stehe man glasklar im Kampf gegen die Sportgeißel Doping, andererseits seien Sportler aber auch immer unbewiesenen Anschuldigungen ausgesetzt, verwies Gusenbauer auf die jüngst bekanntgewordene anonyme Anzeige in Österreich, durch die diverse Spitzensportler aus den unterschiedlichsten Bereichen in Verdacht geraten waren.

Er habe das Gefühl, dass manche Listen auch Teil der psychologischen Kriegsführung vor internationalen Wettkämpfen seien, meinte Gusenbauer. Deshalb solle man den Sportlern auch eine bessere Möglichkeit geben, sich vor Verleumdungen zu schützen.

Zum Antidoping-Gesetz an sich meinte Gusenbauer, dass es hier darum gehe, die zersplitterten Kompetenzen zusammenzufassen. Derzeit hätten hier sechs unterschiedliche Ministerien Teilkompetenzen. Zur Vorgangsweise erklärte der Regierungschef, dass man in zwei Etappen vorgehen werden. Es sei noch ein zweites Paket für den Herbst geplant, da man sich über den Sommer neue Erkenntnisse der Weltantidoping-Behörde WADA erwarte. (apa/red)