Um rasant wachsenden Bedarf zu decken: Russland wil bis 2030 58 neue AKWs bauen

Anteil der Atomkraft am Energiemix weiter bei 16%

Russland will in den kommenden Jahrzehnten Dutzende weitere Atomkraftwerke bauen, um den rasant wachsenden Energiebedarf des Landes decken zu können. Bis zum Jahr 2030 seien bis zu 58 neue Reaktoren geplant, sagte der Chef der russischen Atomenergiebehörde, Sergej Kirijenko, der Nachrichtenagentur Reuters.

Der bisherige Anteil der Atomkraft von 16 Prozent am Energiemix des Landes solle mindestens aufrechterhalten bleiben. Allein zwischen 2007 bis 2015 soll den Moskauer Planungen zufolge jährlich mit dem Bau von jeweils zwei neuen Kernkraftwerken begonnen werden. Jeder der Meiler soll eine Kapazität zwischen 1150 und 1200 Megawatt haben. Als Minimum ist bis 2030 der Bau von 48 Atomkraftwerken vorgesehen.

Kernenergie werde in Zukunft konkurrenzfähig mit Gas werden, sagte Kirijenko. Die Voraussetzung dazu werde durch eine allmähliche Angleichung der bislang künstlich niedrig gehaltenen Inlands-Gaspreise an das Weltmarktniveau geschaffen werden. Die russischen Märkte für Gas und Energie würden sich in Richtung einer Liberalisierung entwickeln. Dadurch sollten neue Atomprojekte nach 2015 ohne Zuschüsse der Regierung finanziert werden können.