Ukraines Zukunft in Stichwahl besiegelt:
Favoriten überstehen den ersten Wahlgang

Janukowitsch erhält 35, Timoschenko 25 Prozent Präsident Juschtschenko verpasst seine Wiederwahl

Ukraines Zukunft in Stichwahl besiegelt:
Favoriten überstehen den ersten Wahlgang © Bild: Reuters/Dukor

Bei der Präsidentenwahl in der Ukraine stehen Oppositionsführer Viktor Janukowitsch und Regierungschefin Julia Timoschenko laut Exit-Polls in der Stichwahl am 7. Februar. Janukowitsch kam auf etwa 35 Prozent der Stimmen, wie der Kiewer Fernsehsender ICTV auf Grundlage von Wählerbefragungen mitteilte. Timoschenko erhielt der Prognose von ICTV zufolge 25,7 Prozent der Stimmen.

In einer anderen Umfrage fiel der Abstand zwischen den beiden Kandidaten etwas knapper aus: Hier kam Janukowitsch auf 31,5 Prozent und Timoschenko auf gut 27,2 Prozent. Wie erwartet kam Amtsinhaber Viktor Juschtschenko nur auf etwas mehr als fünf Prozent. Keiner der insgesamt 18 Kandidaten erreichte die benötigten 50 Prozent. Erste aussagekräftige Teilergebnisse wurden in der Nacht auf Montag erwartet. Das amtliche Endergebnis wird nach Angaben der Wahlkommission bis zum 27. Jänner bekanntgegeben.

In ihren ersten Reaktionen zeigten sich die Vertreter der politischen Lager sicher, die Stichwahl am 7. Februar zu gewinnen. "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass trotz des kleinen Sieges unseres Gegners in der ersten Runde unser nächster Präsident Julia Timoschenko sein wird", sagte Vizepremier Turchinow. Der Ex-Finanzminister und Janukowitsch-Verbündete Asarow sah dagegen die Opposition im Vorteil: "Die Chancen auf einen Sieg für unseren Kandidaten Viktor Janukowitsch in der zweiten Runde liegen bei 100 Prozent."

Das Ergebnis der ersten Wahlrunde ist jedenfalls eine herbe Niederlage für Amtsinhaber Juschtschenko, dem einstigen Hoffnungsträger der Orangen Revolution von 2004. Juschtschenko konnte in den vergangenen fünf Jahren die Erwartungen der rund 46 Millionen Ukrainer offensichtlich nicht erfüllen. Zudem hatte er sich bereits kurz nach der Orangen Revolution mit seiner damaligen Mitstreiterin Timoschenko überworfen. Ständige Konflikte zwischen den beiden Politikern hatten das politische Leben der Ukraine seitdem geprägt.
(apa/red)

Kommentare

In die Eu mit Ihnen Genau das sind die Voraussetzungen dass die Ukraine in die EU aufgenommen wird. Siehe Bulgarien und Rumänien. Dann bekämen wir wenigsten für das Geld, dass wir für den Transit des Gases von Russland durch die Ikraine zahlen müssten, ein bisschen gas ab!

Seite 1 von 1