Krim-Krise von

NATO-Warnung vor russischem Einmarsch in Ukraine

Extrem "besorgniserregend": Putins Armee könnte Ukraine in wenigen Tagen einnehmen

Krim: Militär marschiert ein © Bild: imago/ITAR-TASS

Russland hat nach Einschätzung der NATO an seiner Grenze zur Ukraine alle für einen Einfall notwendigen Truppen konzentriert. NATO-Oberbefehlshaber Philip Breedlove sagte, mit diesen Kräften könne Russland alle seine Ziele im Nachbarland in drei bis fünf Tagen erreichen. Die Lage an der Grenze sei "unglaublich besorgniserregend".

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Die NATO habe in der Nacht kleinere russische Truppenbewegungen ausgemacht, es gebe aber keine Anzeichen für eine Rückkehr der Soldaten in ihre Kasernen, so der US-Luftwaffengeneral. Am Montag hatte die Regierung in Moskau erklärt, ihre Truppenkonzentration im Grenzgebiet zur Ukraine abzubauen.

Maßnahmen zur Verstärkung

Die NATO-Außenminister hatten Breedlove aufgefordert, bis zum 15. April Maßnahmen zu prüfen, wie die wegen der Ukraine nervösen osteuropäischen NATO-Länder gestärkt werden können. Dies würde auch Verstärkungen zu Land, Luft und See einschließen, sagte Breedlove in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters und dem "Wall Street Journal".

"Es ist wichtiger denn je, zu betonen, dass die Verletzung der territorialen Integrität und der Souveränität inakzeptabel sind," betonte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Zusammenhang mit der Krim-Krise. Aus Moskau kamen eher höhnische Reaktionen auf diese Ansage: Die NATO habe ihren Sinn mit dem Ende des Kalten Krieges verloren und wolle nun mithilfe der Ukraine-Krise frisches Blut in ihre Adern pumpen, so der einflussreiche Außenpolitiker Alexej Puschkow. Es handle sich um einen Versuch, das Bündnis aus seinem Zustand als "halbe Leiche" zu erwecken, meinte Puschkow, der Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma ist.

"Massenpsychose" der russischen Bevölkerung

Während die Bemühungen der NATO in Russland eher belächelt werden, erreichen die Zustimmungsraten für Wladimir Putin neue Höhepunkte. Das Land versinkt förmlich im Patriotismus, dessen Ausmaß Putin-Kritiker wie Pussy Riot als "hysterisch" beschreiben. Der der populären Sowjetära-Band Mashina Wremeni, Andrej Makarewitsch, beschreibt den momentanen Zustand in der Bevölkerung gar als "Massenpsychose".

Kommentare

Hermann Gugger

Die Nato ist über die Lage äußerst besorgt ? Ach wie schön ! Und was wollen sie unternehmen ? Nichts nämlich gar nichts so wie üblich ! Wie die Politiker nur heiße Luft und Null dahinter. Ich glaube nicht das Putin in die Ukraine einmaschieren lässt. Es ging um die Krim und die hat er jetzt und das war es wohl fürs erste.

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