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Krim-Referendum: 96 Prozent stimmen für Russland-Beitritt

EU und USA drohen mit Sanktionen, Ukraine mobilisiert Armee

Bei dem international scharf kritisierten Referendum auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat die Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für einen Beitritt zu Russland gestimmt. 96,6 Prozent (Endergebnis) stimmten für die Angliederung. Die EU und die USA bekräftigten, dass sie die Volksabstimmung nicht anerkennen und drohen mit Sanktionen. Währenddessen stimmte das ukrainische Parlament für eine Teilmobilisierung der Streitkräfte.

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Krim-Parlament stellt Antrag zu Aufnahme in Russische Föderation

Unmittelbar nach dem Referendum hat das Regionalparlament in Simferopol auch den Weg für einen Beitritt der ukrainischen Halbinsel zur Russischen Föderation frei gemacht. Die 85 Abgeordneten votierten am Montagmorgen einstimmig für die Unabhängigkeit der Krim und eine Eingliederung in das Nachbarland. Der Präsident des Krim-Parlaments, Wladimir Konstantinow, teilte mit, die ukrainischen Militäreinheiten in der Krim-Region würden aufgelöst.

Turtschinow: Große Farce

Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hat das Referendum über einen Beitritt der Krim zu Russland als "große Farce" bezeichnet. Moskau versuche dadurch seine "anhaltende Aggression auf der Krim" zu verschleiern, sagte Turtschinow am Montag im Parlament in Kiew.