Ukraine von

Barbusiger Protest

Oben-Ohne-Aktivistinnen der Gruppe "Femen" halten Polizei in Kiew auf Trab

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    In Weißrussland wurden drei Aktivistinnen der Feministengruppe "Femen" offenbar vom Geheimdienst verschleppt und misshandelt.

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    Die Frauen hatten vor dem KGB-Hauptsitz in Minsk für die Freilassung von politischen Häftlingen protestiert.

Am Rande der Feiern rund um den 20. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion ist es in der Ukraine zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Anhängern der inhaftierten Ex-Regierungschefin Timoschenko gekommen. Mehrere tausend Anhänger Timoschenkos versammelten sich in der Innenstadt von Kiew und forderten lautstark deren Freilassung. Auch die barbusigen Aktivistinnen der ukrainischen Frauenorganisation Femen sorgten wieder für Wirbel.

Mit Sensen und Sicheln bewaffnet mähten fünf Aktivistinnen der Gruppe am Mittwoch kurzerhand das Blumenwappen vor dem Parlament in Kiew ab. "Ihr vernichtet eure schönsten Blumen!", brüllten die barbusigen Damen und brachten damit ihre Empörung über den zunehmenden Sextourismus in der Ukraine lautstark zum Ausdruck.

Die Reaktion der Behörden ließ nicht lange auf sich warten. Kurz nachdem die Frauen im Beet aufgetaucht waren, gingen Milizsoldaten dazwischen und zerrten die Oben-Ohne-Aktivistinnen in einen Armee-Geländewagen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Doch von der Polizei lassen sich die Mitglieder von Femen schon lange nicht mehr einschüchtern. Verhaftungen stehen für sie an der Tagesordnung.

Keine Angst vor den Behörden
Erst in der Woche davor waren mehrere Femen-Aktivistinnen in Kiew auf einen Kastenwagen der Polizei, der in der Nähe eines Gerichts parkte, geklettert. Sie zogen ihre Oberteile aus und riefen, in dem Polizeiwagen gebe es genug Platz für "Kriminelle" aus der Regierung und der Opposition.

Der "oben-ohne-Protest" für mehr Frauenrechte soll auch weiterhin das Markenzeichen der Femen-Gruppe bleiben. Denn: "Unsere Titten sind die mächtigsten Waffen", erklärt eine Aktivistin.

Kommentare

Femen-Faymann Femen klingt ein wenig wie Faymann. Nur der ist nicht so interessant.

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