Uganda von

Lehrer schlagen auf Bombe ein

Scharfer Sprengkörper wird unwissentlich als Schulglocke benutzt

Uganda - Lehrer schlagen auf Bombe ein © Bild: APA/EPA/Morrison

Eine Schule im Südwesten Ugandas ist nur knapp einer Explosion entgangen: Monatelang hat man dort eine scharfe Bombe als Glocke benutzt. Die Lehrer schlugen täglich mit einem Stein auf den Sprengkörper, um die rund 700 Schüler zum Unterricht zu rufen.

"Wenn sie mit etwas Schwererem geschlagen worden wäre, dann wäre sie augenblicklich explodiert und hätte unsagbare Zerstörung in der Gegend angerichtet", erklärte Wilson Bwambale vom Anti-Landminen-Netzwerk Ruwenzori (AMNET).

Der Sprengkörper sei in den vergangenen Woche zufällig von AMNET in der "Ikobero Church of Uganda Primary School" im Distrikt Kasese entdeckt worden, berichtete die ugandische Zeitung "Daily Monitor" in ihrer Online-Ausgabe. Bwambale habe dort ein Anti-Minen-Training abgehalten, als er beim Glockenschlag die Gefahr erkannte.

Uganda war über 20 Jahre lang Schauplatz eines der schlimmsten Bürgerkriege Afrikas. Im Kasese-Distrikt, wo vor allem zwischen 1996 und 2002 gekämpft wurde, seien noch zahlreiche weitere Bomben gefunden worden, hieß es.