Überschwemmungen verwüsten Ecuador: Zwölf Menschen wurden in Wassermassen getötet

Regierung hat landesweit den Notstand ausgerufen Gefahr droht auch durch Ausbruch von Krankheiten

Überschwemmungen verwüsten Ecuador: Zwölf Menschen wurden in Wassermassen getötet © Bild: Reuters

In Ecuador stieg die Anzahl der Opfer der landesweiten Überflutungen auf zwölf. Durch die überaus starken Regenfälle hat ein großer Teil der Bevölkerung ihr Hab und Gut verloren. Gleichzeitig drohen auch gesundheitliche Gefahren durch die Ausbreitung von Krankheiten.

In dem von verheerenden Überschwemmungen heimgesuchten Ecuador sind fünf weitere Menschen in den Wassermassen ertrunken. Damit stieg die Zahl der Flutopfer auf insgesamt zwölf, berichteten nationale Medien unter Berufung auf die Behörden. Die fünf Menschen starben in einem Krankenwagen, der auf der Küstenstraße kurz vor Guayaquil von der Straße abkam und im Wasser versank.

Landesweiter Notstand
Angesichts des regenreichsten Winters seit mindestens 20 Jahren hat die ecuadorianische Regierung den landesweiten Notstand in dem südamerikanischen Land ausgerufen. Der Notstand ermögliche die Freigabe finanzieller Sondermittel, um die Folgen der Überschwemmungen zu bekämpfen und den Geschädigten schnell helfen zu können, zitierten nationale Medien den Präsidenten Rafael Correa am Donnerstag. Außerdem bat Präsident Rafael Correa das Ausland um Hilfe. Argentinien schickte daraufhin 17 Tonnen Hilfsgüter.

Zehntausende Menschen hätten durch Hochwasser und Erdrutsche Schäden an ihrem Hab und Gut erlitten, und auch die Infrastruktur und die Landwirtschaft seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Zugleich erkrankten immer mehr Menschen an dem gefährlichen Dengue-Fieber, dessen Virus von einer Stechmücke übertragen wird. Die Mücken vermehrten sich besonders stark in den Hochwassergebieten. Bisher seien etwa 1.000 Krankheitsfälle bekanntgeworden, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Auch andere Länder des Subkontinents wie Bolivien, Peru, Kolumbien und Argentinien wurden in den vergangenen Wochen von Überschwemmungen heimgesucht.

(apa/red)