Übernahmeangebot nachgebessert: voest zahlt jetzt für Böhler-Aktien 73 € pro Stück

Annahmefrist um zehn Tage auf 4. Juni verlängert Mehr als 50 % der Aktien müssen erworben werden

Der oberösterreichische Stahlkonzern voestalpine erhöht sein öffentliches Übernahmeangebot für Böhler-Uddeholm-Aktien: Der Privataktionären gebotene Angebotspreis beträgt nunmehr 73 Euro statt der ursprünglich 69 Euro je Aktie. Zugleich wird die Annahmefrist bis 4. Juni, 17:30 Uhr verlängert. Das habe voest der Übernahmekommission mitgeteilt, erklärte die voestalpine.

Damit stehen den Aktionären der Böhler-Uddeholm AG 10 österreichische Börsetage bzw. 10 volle US Business Days zur Annahme des verbesserten Übernahmeangebots zur Verfügung. Unverändert gilt für das Übernahmeangebot die Bedingung, dass mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien erworben werden müssen, zudem müssen die erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen erreicht werden.

Die Erhöhung des Angebotspreises für Böhler trage der durch die Vorlage der Quartalszahlen der Böhler-Uddeholm am 15. Mai 2007 bestätigten positiven Erwartung des Kapitalmarktes Rechnung, heißt es in der ad-hoc-Meldung der voestalpine. Der neue Angebotspreis von 73 Euro stelle eine Verbesserung um rund 6 Prozent dar und liege um 2,49 Euro über dem Schlusskurs vom Mittwoch (16. Mai).

Der Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm hatte Umsatz und Ertrag im ersten Quartal 2007 über den Erwartungen der Analysten steigern können.

Aktie eröffnet mit 72,60 Euro
Die Aktie von Böhler-Uddeholm ist an der Wiener Börse nach ihrer Handelsaussetzung mit einem Kurs von 72,60 Euro in den Handel gestartet. Gegenüber dem letzten Schlusskurs von Mittwoch bei 70,51 Euro entspricht das einem Plus von 2,96 Prozent. Der Kurs liegt damit unter dem nachgebesserten Angebot der voestalpine von 73,00 Euro.

Die Böhler-Aktie war bis 10:30 Uhr vom Handel ausgesetzt worden, nachdem die voestalpine ihr Übernahmeangebot für Böhler-Uddeholm von 69 auf 73 Euro je Aktie erhöht hatte.

(apa/red)