Überfälle auf Ausländer in Sachsen-Anhalt: Vietnamesen in Wohnung brutal verprügelt

Die "mutigen Deutschen" griffen auch 9-Jährige an

Erneut ist es im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt zu Überfällen Rechtsextremer auf Ausländer gekommen: In Burg wurde eine aus Vietnam stammende Familie in ihrer Wohnung überfallen, mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt, geschlagen und später beraubt. In einem Zug zwischen Möser und Bug misshandelten zwei Unbekannte einen 27-Jährigen aus China. Das Opfer konnte auf dem Bahnhof Burg in eine andere Bahn flüchten. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag in Stendal mitteilten, fanden beiden Überfälle am Mittwochabend statt.

Demnach traten drei Männer die Wohnungstür der Familie in Burg ein und griffen das Ehepaar, dessen 14-jährigen Sohn, die neun Jahre alte Tochter sowie deren Freundin an. Noch vor Eintreffen der Polizei waren die Täter geflüchtet. Die Familie verließ zunächst auf eigenen Wunsch die Wohnung und fand am nächsten Morgen die Räume verwüstet vor. Zudem fehlten ein DVD-Player und ein SAT-Receiver.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden die Tatverdächtigen im Alter von 18, 19 und 37 Jahren inzwischen vorläufig festgenommen. Einer von ihnen sei Nachbar der Familie. In seiner Wohnung fand die Polizei auch das Diebesgut.
(APA/red)