"Überall ist Blut": Mysteriöser Mordfall auf Luxusyacht beschäftigt Griechenlands Polizei

Erstochene Opfer sind ein Italiener und ein Philippiner Beiboot der unter Saudi-Flagge fahrenden Yacht fehlt

Ein mysteriöser Kriminalfall beschäftigt die griechischen Behörden: Die Leichen von zwei Männern wurden an Bord einer rund 25 Meter langen Luxus-Yacht nahe der kleinen Dodenannes-Insel Tilos entdeckt.

Bei den Opfern handelt es sich um einen Italiener und einen Philippiner. Die unter der Fahne Saudi Arabiens fahrende Yacht "GHAREEB" war aus dem türkischen Touristenhafen von Kusadasi ausgelaufen und sollte die griechische Touristeninsel Rhodos anlaufen, berichtete das staatliche Fernsehen NET unter Berufung auf die Küstenwache.

Ein Fischer sah in einer Bucht von Tilos die herumtreibende Yacht und alarmierte die Küstenwache. "Die (Yacht) trieb herum. Ich rief laut und bekam keine Antwort. Dann hab ich die Küstenwache alarmiert", sagte der Fischer im Rundfunk. Die Küstenwache entdeckte anschließend eine Leiche unter Deck und eine weitere auf dem Deck der Yacht.

Ein Offizier der Küstenwache sprach inoffiziell von einem "doppelten Mord". Die Männer seien erstochen worden und überall sei Blut an Bord, hieß es. Die Yacht ist wegen wiederholten Aufprallens auf Felsen schwer beschädigt, hieß es weiter. Die beiden Opfer seien nach ersten Erkenntnissen von Ärzten bereits 48 Stunden vor ihrer Entdeckung gestorben. Die Behörden suchen eine dritte Person, einen Philippiner, die laut Besatzungsbuch an Bord der Yacht war. Das Beiboot der Yacht fehlt. (APA/red)