Über 6,3 Millionen Leute wahlberechtigt: Frauen haben noch immer die Nase vorn

Erstmals knacken die Männer die 3 Millionen-Grenze Jungwähler stellen mit drei Prozent nur kleinen Anteil

Über 6,3 Millionen Leute wahlberechtigt: Frauen haben noch immer die Nase vorn © Bild: APA/Pfarrhofer

Nun steht die endgültige Zahl der Wahlberechtigten für die Nationalratswahl fest: 6,332.931 Österreicher sind am 28. September aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Das sind um 3,68 Prozent mehr als die 6,107.892 Wahlberechtigten des Jahres 2006. Die Zahl der weiblichen Wähler (3,301.424) ist weiterhin höher, aber die Männer haben heuer mit 3,031.507 erstmals die Drei-Millionen-Grenze überschritten - und nach wie vor legen sie stärker (um 4,20 Prozent) zu als die Frauen (3,22 Prozent).

Etwas gebremst ist der Rückgang der wahlberechtigten Auslandsösterreicher: 49.421 - bei geschätzt 350.000 "Pass-Österreichern" im Wahlalter - sind in die Wählerevidenz eingetragen. Das sind um 3.219 bzw. 6,12 Prozent weniger als 2006. Damals war der Rückgang mit 15,81 Prozent allerdings noch größer. Die Stimmabgabe für die Auslandsösterreicher wurde mit der Einführung der Briefwahl erleichtert.

Der Rückgang bei den Auslandsösterreichern bremst ein wenig den Zuwachs an Wahlberechtigten durch die Herabsetzung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre. Die Statistik Austria beziffert die Zahl der derzeit 16- und 17-Jährigen auf rund 93.000; dazu kommen noch 91.000 Erstwähler, die 2006 noch nicht wählen durften. Insgesamt machen die Jungwähler nicht ganz drei Prozent der Wahlberechtigten aus.

Die meisten Stimmen sind auch bei dieser Wahl in Niederösterreich (1,257.991) zu holen. 1999 hat das Land die Bundeshauptstadt Wien in der Zahl der Wahlberechtigten überholt und dabei ist es geblieben. Wien und Oberösterreich liegen ebenfalls über der Millionen-Grenze, die Steiermark blieb heuer noch knapp drunter. Tirol liegt über der 500.000-Grenze, Kärnten bei 450.000, Salzburg noch etwas unter 400.000 Wahlberechtigten. Burgenland und Vorarlberg sind - mit rund 230.000 bzw. 260.000 - auch bei Wahlen die kleinsten Bundesländer.

(apa/red)