Über 40 Todesopfer: Heftiger Schneesturm zieht über den Mittleren Westen der USA

Millionen Menschen derzeit ohne Stromversorgung Kalifornien wartet auf Niederschlag: Dürre befürchtet

Über 40 Todesopfer: Heftiger Schneesturm zieht über den Mittleren Westen der USA © Bild: Reuters/Best

Nach dem schweren Schneesturm im Mittleren Westen der USA hat sich die Anzahl der Todesopfer auf mehr als 40 erhöht. Am Freitagabend meldeten die regionalen Behörden mindestens 42 Tote. Sie wiederholten ihre Befürchtung, dass diese Zahl weiter steigen könnte, weil bei unsachgemäßer Nutzung von Generatoren Kohlenmonoxid-Vergiftungen drohten. Unterdessen leidet Kalifornien unter einer schweren Dürre.

Rund 1,3 Millionen Menschen in den Staaten Missouri, Kentucky und Ohio sowie auch in Arkansas und West Virginia waren weiterhin ohne Strom. Die Elektrizitätsgesellschaften räumten ein, dass die Versorgung in den schlimmsten Fällen sogar erst Mitte Februar wieder hergestellt werden könne. Polizisten und Freiwillige gingen in vielen Orten abermals von Tür zu Tür, um nach älteren Menschen und Behinderten zu sehen und über die nächsten Notunterkünfte zu informieren.

Dürre in Kalifornien
Nach einem ungewöhnlich trockenen Winterbeginn warnen die Behörden in Kalifornien vor einer neuen Dürre. "Wir könnten am Anfang der schlimmsten Trockenheit in der jüngeren Geschichte Kaliforniens stehen", warnte der Leiter der Wasserbehörde, Lester Snow, die Westküstenbewohner. Sie sollten sofort mit dem Wassersparen beginnen.

Wie der "San Francisco Chronicle" berichtete, beträgt die Schneehöhe in der kalifornischen Sierra Nevada nur 61 Prozent des für die Jahreszeit normalen Wertes. Das Schmelzwasser aus den Bergen zählt zu den wichtigsten Wasserreserven des Staates.

Kaum Regen
Mit den Winterregen im Jänner fallen gewöhnlich 20 Prozent der jährlichen Niederschläge, doch die vergangenen vier Wochen brachten kaum Regen. Bei Sonne und blauem Himmel herrschten in vielen Teilen Kaliforniens frühlingshafte Bedingungen.

Schon in den den vergangenen zwei Jahren hatte es an der amerikanischen Westküste zu wenig geregnet. Die Monate März, April und Mai 2008 zählten zu den trockensten seit Beginn der staatlichen Messungen.

(apa/red)