Udo Jürgens von

In Österreich verfolgt

NEWS-Interview: Warum er in der Schweiz lebt und was er über Strache denkt

Udo Jürgens - In Österreich verfolgt © Bild: APA/EPA

Aktiv wie nie präsentiert sich Udo Jürgens im großen NEWS-Interview kurz vor seinem 77. Geburtstag. Der Ausnahme-Entertainer zieht seine Lebensbilanz und spricht offen über sein Leben und seine Ängste.

Udo Jürgens über seine Lebensziele: „Mir ging es darum, mit der Musik Menschen zu bewegen und meine Lebensängste – von denen ich reichlich hatte – zu bezwingen. Denn ich hatte als Kind übertrieben viele Ängste, durch die NS-Zeit, die ich erlebt hatte. Ich hatte jahrelang arge Albträume. Denn es ist sicher nicht für Kinderaugen bestimmt, zu sehen wie Menschen erschossen werden.“

"Ängste zu schüren ist einfach"
Über radikale Tendenzen in Österreich: „Ängste zu schüren ist die einfachste Übung und führt schnell zu Erfolg. Rechtsradikales Gedankengut dürfte in Österreich keinen Platz haben. Dennoch wird jedenfalls auf demokratischem Weg versucht, in diese Schiene hinein zu kommen. Und wenn ich mir hier die Biografien mancher Beteiligter ansehe muss ich sagen: Wehret den Anfängen.“

Über die Vergangenheitsbewältigung: „Österreich hat die Vergangenheit nicht bewältigt. Deutschland hat das in einer fantastischen und unglaublich schmerzhaften Art und Weise getan. “

"Strache hat kalte blauen Augen"
Über den Erfolg von H.C. Strache: „Strache ist fesch, sehr fesch sogar. Er hat blaue Augen, etwas kalte blaue Augen – blaue Augen sind immer vertrauenerweckend. Und er geht viel in Diskotheken. Dort wird er von jungen Leuten gesehen. Und in Diskotheken wird natürlich nicht viel über politische Vorgänge nachgedacht und historische Zusammenhänge werden dort auch nicht erörtert. “

Warum er in der Schweiz lebt: „Ich bin in Österreich auf eine unglaubliche Art und Weise verfolgt worden. Es gab Hausdurchsuchungen bei mir. Um 7 Uhr in der Früh hat die Polizei mich heraus geläutet und in Kitzbühel den Fuß in die Türe gestellt. Das war sehr unschön und hat mich sehr schockiert. Solche Vorgänge sind in der Schweiz nicht möglich.

Über die Einsamkeit: „,Ältere Männer heiraten junge Frauen oft, um ihrer Einsamkeit zu entfliehen. Ich kann es verstehen, dass es Liebe zwischen ganz unterschiedlich alten Menschen gibt. Liebe hat kein Alter.“

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen NEWS 37/2011!

Kommentare

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bekanntheitsgrad = opfer jeder der über einen hohen bekanntheitgrad verfügt (schauspieler, musiker etc.) ist ein potentielles opfer für die behörden, stalker etc.

eine hausdurchsuchung wie es in österreich gehandhabt wird, ist auch in der schweiz sehr wohl möglich.

in der schweiz ist noch viel mehr möglich! ich denke da an den herrn aus tirol der im schweizer gefängnis wegen der steuercd der schweizer banken das leben aushauchte!

http://www.news.at/articles/1039/30/278926/tod-schweizer-u-haft-vater-tiroler-steuer-cd-spions-behoerden

so schaut`s aus !
so etwas gibt es bei uns nicht.
bei uns wird selbst den größten strizis (lobbyisten, politiker, etc.) die viele millionen geschoben haben noch der rote teppich ausgerollt.

in der hinsicht sind wir der schweiz weit voraus!

Oliver-Berg
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Re: bekanntheitsgrad = opfer Bekanntheitsgrad = Opfer

Ich kann Udo Jürgens gut verstehen. Ich war auch schon zweimal Opfer österreichischer Behördenwillkür.

Da lernt man dann ganz schnell, dass man als Österreicher der verdächtig wird etwas unrechtes
getan zu haben egal ob "Steuerhinterziehung" oder ein strafrechtliches Delikt bei den Ermittlungs-
methoden unserer Kieberer ziemlich chancenlos dasteht.

Sagt man was ohne Anwalt oder Steuerberater wird einem das Wort im Munde umgedreht und im Protokoll was verfasst, was die Ansicht der Behörde stützt. Wenn man gar nichts sagt ohne Anwalt oder Steuerberater, dann ist man sowieso noch verdächtiger.

Nur Politiker und Ex-Politiker haben es in Österreich gut. Da vergisst der Staatsanwalt oder der Richter die Unterlagen und tritt dann in der Zukunft Verjährung ein.

Von Strache,nein verfolgt von den jungen Damen ! Angeblich melden sich noch immer ledige Kinder (der Arme) !

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