U21-Team setzt in Zypern auf Offensive:
Will "Kirsche auf das Sahnehäubchen legen"

Zsak: "Wir spielen auf Zypern offensiv wie daheim" U21-Team ist nach fünf Spielen noch ungeschlagen

U21-Team setzt in Zypern auf Offensive:
Will "Kirsche auf das Sahnehäubchen legen"

Was haben Österreich und Fußball-Giganten wie Italien, England, Frankreich, Deutschland, Niederlande oder Spanien gemeinsam? Sie alle sind in der laufenden EM-Qualifikation der Unter 21-Auswahl noch ohne Niederlage. Im sechsten Gruppe-7-Spiel gegen Zypern in Famagusta möchten die ÖFB-Fohlen ihre weiße Weste natürlich behalten. "Wir haben in diesem Jahr schon extrem viel erreicht. Mit einem Sieg wollen wir die Kirsche auf das Sahnehäubchen legen", sagte ihr Trainer Manfred Zsak.

Wenn Hoffer und Co. auch gegen Zypern drei Punkte einfahren, dann würden sie laut Zsak aus den zwei ausständigen Spielen im Frühjahr gegen Verfolger Slowakei und Schlusslicht Island (jeweils daheim) nur noch einen Zähler benötigen. "Wir spielen auf Zypern wieder auf Sieg und so offensiv, aber nicht blind nach vorne wie daheim. Ich bin ein Verfechter der Offensive und keiner der Defensive, mit der man keine Tore erzielt", kündigte der Ex-Internationale nach dem Flug auf die Mittelmeerinsel an.

Zsaks ÖFB-Kollege Ernst Weber hat die Insulaner, die Österreich zu Hause knapp 2:1 geschlagen hatte, am Freitag im Heimspiel gegen die Slowakei (1:2) beobachten lassen. "Er hat umfangreiche Informationen geliefert, wir wissen Bescheid", betonte Zsak. Jetzt liege es nur an seinen Spielern, seine Vorgaben auf dem Rasen umzusetzen und die nächste Aufgabe positiv zu gestalten. Dass Okotie, Madl, die am Freitag zum 3:2-Heimsieg gegen Belgien je ein Tor beigesteuert haben, und Torhüter Kuru sowie Dober (gesperrt) fehlen, sollte keine Auswirkungen haben.

Zsak verteidigt Suspendierungen
"Nach den drei Entgleisungen von Okotie, Madl und Kuru ist die Mannschaft nur noch mehr zusammengeschweißt, jeder ist bereit", sagte Zsak nach der Eliminierung des Trios, das am Wochenende den Zapfenstreich überzogen hatte. Der Trainer verteidigte nochmals seine Maßnahme: "Den jungen Spielern wird ohnehin alles leicht gemacht. In den Vereinen wird ihnen alles aus dem Weg geräumt, müssen sie nicht denken. Irgendwann ist es aber genug. Es kann nicht sein, dass sie den Zapfenstreich deutlich überziehen, kommen, wann sie wollen, während die Mitspieler dem nächsten Spiel entgegenfiebern."

Die Undiszipliniertheiten des Trios, das im Sommer zum Kader des U20-WM-Vierten gehörte, wirken sich auch auf die Aufstellung aus, die sich gegenüber dem Belgien-Match ändern wird. Anstelle von Madl, der laut dem Trainer wieder gespielt hätte, wird der Schwanenstädter Reiter in der Innenverteidigung beginnen. Okotie war zuletzt gegen die Belgier eingewechselt worden und erzielte das Siegestor. Weil Dober gesperrt ist, rückt Klein in die Abwehr zurück und spielt Zakany rechts im Mittelfeld.
(apa/red)