U20-WM bestbesuchte Junioren-WM aller Zeiten: Bisher fast 1,2 Mio. Karten verkauft

Rekord von Mexiko aus dem Jahr 1983 gebrochen Alle bisherigen Doping-Tests in Kanada waren negativ

Die Fußball-U20-WM 2007 in Kanada ist das bestbesuchte FIFA-Junioren-Turnier aller Zeiten. Das gaben die lokalen Organisatoren gemeinsam mit dem Weltverband bekannt. Noch vor den beiden bereits ausverkauften Finalspielen in Toronto wurden für die bisherigen 50 Partien 1.156.187 Karten verkauft, womit der Rekord von Mexiko 1983 (1.155.160 Zuschauer in allerdings nur 32 Spielen) gebrochen wurde.

Während bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz überhaupt nur rund 1,05 Mio. Tickets aufgelegt werden, kratzen die Kanadier inklusive der abschließenden Spiele an der Marke von 1,2 Mio. Besuchern, was FIFA-Boss Sepp Blatter freut. "Der kanadische Verband hat eine große Begeisterung entfacht. Ich muss allen gratulieren, die daran beteiligt waren, 'Soccer' in Kanada zu einer großen Sache zu machen", sagte der Schweizer.

Laut Veranstaltern war jedes WM-Spiel in Toronto (Fassungsvermögen knapp 20.000) und Burnaby (10.000) ausverkauft, in Victoria (11.400) und Ottawa (26.500) wurden demnach rund 95 Prozent aller aufgelegten Tickets abgesetzt. Die Auslastungen in den großen Stadien von Edmonton und Montreal war aber deutlich geringer.

In Montreal ging das Duell zwischen Chile und Kongo vor 46.252 Fans über die Bühne, was die drittgrößte Zuschauerzahl in einem Viertelfinale in der Geschichte für ein U20-WM-Spiel bedeutete. Außerdem wurde die U20-WM zur größten Einzelsport-Veranstaltung in der Geschichte Kanadas. "Die sportliche Landkarte in diesem Land hat sich für immer geändert", behauptete Peter Montopoli, der Event-Direktor der U20-WM.

Gute Nachrichten gab es auch von der Anti-Doping-Front. Wie der medizinische Turnier-Chef der lokalen Veranstalter, Rudy Gittens, erklärte, waren alle 192 bisher ausgewerteten Tests negativ. Weiters hat sich laut Gittens auch der Kunstrasen bewährt. "Es hat pro Spiel 2,4 Verletzungen auf Kunstrasen und 3,3 Verletzungen auf Naturrasen gegeben", meinte der Arzt.

(apa/red)