U2 von

Sonderfahrt nach Aspern

Am Sonntag fährt der erste Zug bis in die Seestadt. Regulär ab 5. Oktober.

Michael Häupl in der U2 © Bild: APA/Herbert Pfarrhofer

Nächster Halt Seestadt: Die Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linie U2 bis zum ehemaligen Flugfeld Aspern geht am 5. Oktober in Betrieb. Der erste Zug fährt jedoch schon am kommenden Sonntag ab. Im Rahmen eines "Publikumstags" wird es erstmals möglich sein, die neue Strecke sowie die neuen Stationen im Rahmen einer Sonderfahrt (Start in der Station Stadion) zu begutachten. Auch Vertreter der Politik, darunter Infrastrukturministerin Doris Bures und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ), haben sich angekündigt.

Die U2 fährt künftig von der jetzigen Endstelle Aspernstraße über die Stationen Hausfeldstraße und Aspern bis zur neuen Endstation Seestadt. Investiert wurden für das 4,2 Kilometer lange Teilstück insgesamt 360 Mio. Euro, wobei Stadt und Bund jeweils die Hälfte trugen. Von der U2-Verlängerung und gleichzeitig geschaffenen neuen Busverbindungen bzw. der Weiterführung der Straßenbahnlinie 26 vom Kagraner Platz bis zur Hausfeldsiedlung sollen unter anderem die rund 40.000 Bewohner im Umfeld der Neubaustrecke profitieren.

Impuls erhofft

Die Stadt erhofft sich durch den Ausbau nicht zuletzt einen Impuls für das Donaustädter Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern, das inzwischen unter der Marke "Seestadt" firmiert. Die ersten Wohnungen werden dort im kommenden Jahr bezogen. Da es allerdings noch dauern wird, bis das Viertel einigermaßen dicht besiedelt ist, wird die U2-Verlängerung einstweilen in einer etwas abgespeckten Version geführt. So fährt bis auf Weiteres nur jeder zweite Zug von der Aspernstraße bis in die Seestadt.

Und auch eine neue Station wird wohl noch dazukommen. Die Station "An den alten Schanzen" - sie liegt zwischen Aspernstraße und Hausfeldsiedlung - wird bis Oktober lediglich als Rohbau für eine spätere Inbetriebnahme vorbereitet. Erst wenn das Fahrgast-Aufkommen steigt, soll die Station fertiggestellt werden.

U2 wächst kontinuierlich

Die lila U-Bahn-Line U2 wächst jedenfalls sukzessive. Im Vorfeld der Fußball-EM wurde sie zuerst vom Schottenring bis zum Ernst-Happel-Stadion verlängert. Schon zweieinhalb Jahre später fuhr sie bereits über die Donau und damit in wichtige Siedlungsgebiete der Donaustadt - eben bis zur Aspernstraße.

Geplant ist auch eine Verlängerung Richtung Süden, etwa über das Arsenal bis zur Gudrunstraße in die Nähe des neuen Hauptbahnhofs. Zuletzt war jedoch auch überlegt worden, die U2 auf den Wienerberg zu führen und die Variante Gudrunstraße einer U5 zu überlassen, falls diese jemals kommen sollte.

Grafik zur verlängerten U2
© APA/Martin Hirsch

Kommentare

tusnet melden

Jeder km U-Bahn ist ein Gewinn fuer die Stadt aber nun muss wohl auch an die Per-Albin-Hansson-Siedlung mit 10.000en gedacht werden, wenn man auch nicht bis zur Therme Oberlaa, ist ja nicht mehr Wien, oder - aufschliessen kann.

Oberon
Oberon melden

Die Therme Oberlaa gehört zum 10.Bezirk/Favoriten.

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