U-Bahn in Wien europaweit am sichersten: Unfall wie in London, Valencia auszuschließen

Im normalen Verkehr noch kein Unfall mit Toten

Die Wiener SPÖ hat am Mittwoch die Vorwürfe der ÖVP in Sachen U-Bahn-Sicherheit zurückgewiesen. "Die Wiener U-Bahn hat sich bestens bewährt. Sie ist das sicherste öffentliche Massenverkehrsmittel nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa", erklärte Gemeinderat Karlheinz Hora in einer Aussendung. Unfälle wie mehrmals in London oder zuletzt in Valencia seien nahezu auszuschließen.

Der SPÖ-Mandatar berief sich dabei auf die im Vorjahr präsentierte internationale BEST-Studie (Benchmarking in European Service of Public Transport). Seit der Betriebsaufnahme im Jahr 1976 sei es kein einziges Mal zu einem betriebs- oder sicherheitstechnisch bedingten Unfall gekommen, bei dem Fahrgäste getötet oder schwer verletzt wurden, betonte er.

Wer die Sicherheit ohne ausreichende Sachargumente in Frage stelle, versuche in unverantwortlicher Weise Angst auf dem Rücken der Fahrgäste zu schüren, so Hora in Richtung ÖVP. Seinen Angaben zu Folge sind täglich 1,2 Mio. Fahrgäste mit der U-Bahn unterwegs. Seit 1976 haben die Züge rund 8,5 Mrd. Kilometer zurückgelegt.

Die Sicherheitseinrichtungen würden laufend auf den neuesten Stand gebracht, so Hora unter Verweis auf die kürzlich eingeweihte neue Leit- und Sicherheitszentrale. Alle Tunnel verfügten - anders als etwa in London - über durchgehende Fluchtwege entlang der Geleise. Es gebe Trockenlöschleitungen und Notausgänge. Eine Bergung von Verletzten sei nicht nur über Heck und Front des Zuges, sondern auch von der Seite her möglich.

Außerdem hätten die Wiener Linien als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen in allen Zügen das System der Notbrems-Überbrückung eingeführt. Ziel sei es, die U-Bahn-Garnitur bei einem Notfall im Tunnel sofort in die nächste Station zu bringen, da dort die Rettungsmaßnahmen erheblich leichter, schneller und effizienter durchgeführt werden könnten.

Die neuen Wiener U-Bahnzüge verfügen laut Hora über sicherheits- und brandschutztechnische Neuheiten wie zum Beispiel Rauchmelder am Dach des Fahrzeuges, Temperaturfühler am Untergestell und Rohrleitungen mit Spritzdüsen zur besseren Brandbekämpfung. "Jeder V-Wagen hat zusätzliche Sicherheitseinrichtungen mit einem Kostenaufwand von 700.000 Euro an Bord", erklärte er.
(apa)