U-Ausschuss von

"Rufmörder" Amon

Grüner Pilz schießt sich bei Streit um Vorsitz auf ÖVP-Fraktionschef ein

U-Ausschuss - "Rufmörder" Amon © Bild: APA

Auch am Tag nach dem Einsetzungsbeschluss des Korruptions-U-Ausschusses hat sich kein Durchbruch im Parteienstreit um den Vorsitz abgezeichnet. Eine Einigung dürfte es wohl erst kommende Woche geben, hieß es bei der Opposition. SPÖ-Fraktionschef Jarolim empfahl ÖVP und Grünen weitere Gespräche. Letztere schossen sich allerdings auf ÖVP-Fraktionschef Amon ein.

Für Jarolim wäre es sinnvoll, wenn die Betroffenen direkt miteinander verhandeln könnten. Statt sich in den jeweiligen Positionen einzugraben, sollten beide aufeinander zugehen. Wenn die ÖVP Gabriela Moser als Vorsitzende ablehne, müssten eben andere Optionen überlegt werden. Es gebe viele Möglichkeiten, meinte er kryptisch, "die Grünen sollten vielleicht einen Wunsch äußern".

"Rufmörder"
Einen solchen hatte der Grüne Pilz problemlos parat. Er bezeichnete ÖVP-Fraktionschef Amon als Mosers "Rufmörder" und forderte seine Absetzung. ÖVP-Klubobmann Kopf möge ihn durch einen "charakterlich gefestigteren Abgeordneten" ersetzen. Pilz will mit Amon jedenfalls nicht mehr weiterverhandeln.

Einigung erst nächste Woche erwartet
Walter Rosenkranz von der FPÖ erwartet sich noch mindestens zwei Verhandlungsrunden bis zur Konstituierung des Ausschusses am Freitag (28. Oktober). Daneben gebe es laufend Gespräche, einigen müssten sich letztlich SPÖ und ÖVP. Die FPÖ favorisiert weiter ihren Mandatar Peter Fichtenbauer für den Vorsitz. BZÖ-Mandatar Petzner geht die Debatte "ziemlich auf die Nerven", auch er erwartet die Einigung erst im Laufe der kommenden Woche.

Kommentare

Organmandatstrafe Neben einigen anderen wäre wohl Peter Pilz einer der ersten, die mit Geldstrafen zu rechnen hätten, so sie sich in der Wortwahl nicht zügeln können. Abgeordnete sehen sich als die Elite der Bevölkerung, einige benehmern sich aber nicht angemessen.

Streit hin oder her Streite werden gefördert durch unwahre Medienberichte, wie auch hier sichtbar:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111021_OTS0194/strache-unfassbare-sudelkampagne-fpoe-will-pendler-sicher-nicht-aus-wien-aussperren

Rufmord Da frönt ein Lobbyist seiner Flatulenz, deren Inhalte reflexartig von manchen ÖVP Politikern aufgesaugt werden um im Zustand geistiger Umnachtung dann ebenfalls heiße Luft abzulassen mit dem Ziel eine sachliche Untersuchung der Vorfälle zu torpedieren. Und die nennen sich dann Volksvertreter. Der Wahnsinn hat Methode.

Rufmord? Welchen Ruf können unsere Politiker noch verlieren? der "gute Ruf" ist doch ohnehin schon lange passe´

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