"Typischer Maier-Sturz": Maier renkte sich vor Hinterstoder-Super G rechte Schulter aus

Start im heutigen RTL soll nicht gefährdet sein

Hermann Maier hat guten Grund zur Freude über Rang drei hinter Bode Miller (USA) und Peter Fill (ITA) im Weltcup-Super-G auf der Höss-Wertungsstrecke oberhalb von Hinterstoder gehabt. Beim Einfahren vor dem Rennen war der Salzburger schwer zu Sturz gekommen, hatte sich mehrmals überschlagen und dabei eine Subluxation der rechten Schulter erlitten. Der Start im heutigen Riesentorlauf, dem letzten Rennen vor Weihnachten, ist aber nicht gefährdet.

Der vierfache Gesamtweltcupsieger war mit relativ hohem Tempo die Strecke abgefahren, kurz nach der Zwischenzeit passierte das Missgeschick auf der harten und eisigen Piste. ÖSV-Trainer Andreas Evers hatte es beobachtet: "Er war ziemlich schnell unterwegs, es hat ihm den Innenski verschnitten und er hat sich mehrmals überschlagen." Es war die erste Fahrt, die Sicht war wegen Nebels schlecht, auf der eisigen Piste waren vereinzelt noch Schneehäufchen. "Es hat mich gefangen, ich bin dann auf den Kopf gefallen", sagte Maier. Evers beschrieb den Vorfall als "typischen Maier-Sturz".

Eine Subluxation ist eine unvollständige Ausrenkung eines Gelenkes, wobei der Gelenkkopf noch teilweise in der Gelenkpfanne liegt. Hermann Maier wurde zur Linderung der Schmerzen noch therapiert, so weit das bei den zugezogenen Prellungen möglich ist.

"Ich bin sehr schlecht gefahren, aber so gesehen bin ich froh über das Ergebnis. Es ist jetzt aber die Frage, wie es für morgen ausschaut", wagte der Flachauer keine Prognose. Mit dem Podestplatz bewahrte er österreichischen Skifans vor einem weiteren Siegerbild ohne rot-weiß-roter Beteiligung in diesem Winter: "Ich habe schon öfters die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Es geht aber aufwärts."

(apa/red)