Twin City Liner fährt ab heute wieder: Nach Probefahrt grünes Licht für vollen Betrieb

"Verkettung unglücklicher Umstände" brachte Unfall Schiff in Wien gegen Erdberger Lände gekracht

Der Twin City Liner wird ab heute wieder zwischen Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava verkehren. Nach der zufrieden stellenden Absolvierung einer mehr als einstündigen Probefahrt und positiven Gutachten über die Technik und die Dichtheit des Schiffskörpers gab es eine mündliche Freigabe.

Für die Kollision mit dem Donaukanal-Ufer sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" verantwortlich, sagte Central- Danube-Sprecher Pietschmann zur APA. Der Unfallhergang stellt sich laut Betreiber wie folgt dar: Der Kapitän habe bei einer Kurve an der Erdberger Lände extrem nach rechts gesteuert, um einem vermeintlichem Schiff auszuweichen.

Bei der vorangegangenen Fahrt habe der Mann dort ein Arbeitsschiff beim Schneiden von Büschen beobachtet, so die Erklärung. Kurz vor jener Stelle sei dem Twin City Liner ein Wassertaxi entgegengekommen. In Erwartung, dass sich gleich dahinter das Arbeitsschiff befinde, sei der Kapitän nach rechts gefahren und zu nahe ans Ufer geraten.

Der Kapitän habe den Katamaran "sanft an Land gesetzt" anstatt einen Zusammenstoß mit anderen Schiffen zu riskieren, erläuterte Pietschmann. Dies sei zwar nicht wünschenswert, werde im Sinne der Sicherheit für die Passagiere allerdings gerne in Kauf genommen. Der Schiffsführer habe also richtig und vorsichtig reagiert. Konsequenzen werde es für ihn nicht geben.

Die Schifffahrtsbehörde konnte den von Central-Danube beschriebenen Unfallhergang nicht bestätigen. Die Ursachenforschung sei noch nicht abgeschlossen. Technische Probleme kämen nicht in Frage, auch ein Zusammenhang mit der Wassertaxi-Begegnung werde ausgeschlossen.

(apa/red)