Breaking Dawn - Teil 2 von

Das "romantische Ende"

Robert Pattinson und Kristen Stewart im Interview über den Twilight-Hype und das Ende

Robert Pattinson und Kristen Stewart bei einer filmpremiere © Bild: 2011 Getty Images

Die "Twilight"-Saga geht in Kürze zu Ende. Das große Finale "Breaking Dawn - Teil 2" startet am 22. November in den Kinos. Die beiden Hauptdarsteller, Kristen Stewart und Robert Pattinson, wurden durch die Vampir-Saga zu Superstars. Nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Wie es ihnen dabei geht und wie sie den ganzen Hype aufgenommen haben, darüber sprechen die beiden im NEWS-Interview.

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NEWS: Die "Twilight Saga“ war eines der größten Popkultur-Phänomene unserer Zeit. Ist es schwer, Abschied zu nehmen?
Kristen Stewart: Für mich war es ganz leicht. Ich bin unendlich froh, dass wir die Geschichte fertig erzählt haben, aber wir verlassen "Twilight“ nicht, wir nehmen es mit, wohin wir auch gehen werden. Bella wird immer mit mir und in meinem Herzen sein. Als Andenken habe ich mir die Ringe aus dem Film behalten. Der Mond-Ring aus dem ersten Film erinnert mich an unsere Regisseurin Catherine Hardwicke, die nur diesen einen Film mit uns machte, der für uns so wichtig war. Und der zweite Ring, der ist mein Ehering. Den wollte ich auch unbedingt behalten. Bella hatte nicht viele persönliche Dinge, und ich bin auch keine Hamsterin. Aber die Ringe sind extrem bedeutungsvoll für mich.
Robert Pattinson: Ich bin völlig verwirrt! Ich bin noch nicht wirklich bereit, "Twilight“ loszulassen, aber ich muss wohl! Ich bin auch nicht sicher, warum wir so viel Erfolg mit den Filmen hatten, die Analysen, die ich darüber las, haben mir nicht weitergeholfen. Niemand weiß genau, warum die Leute Vampire so sehr mögen. Das ist eine Sache aus dem Bauch. Nicht einmal Stephenie Meyer kann Ihnen sagen, warum das so ist. Es ist eine Art Anomalie. Entschuldigen Sie, das ist eine schreckliche Antwort. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber der Gedanke, dass es vorüber ist, ist ziemlich unerträglich. Ich fürchte, ich werde die nächsten zehn Jahre mit der Verarbeitung dieser Erfahrung beschäftigt sein.

NEWS: Sie spielen in sehr jungen Jahren eine Mutterrolle. Denken Sie selbst daran, einmal Mutter zu sein?
Stewart: Manche Frauen haben einen sehr starken, angeborenen Mutterinstinkt. Ob ich ihn auch habe? Da bin ich mir nicht so sicher. Aber eine Mutter zu spielen, das war der aufregendste Aspekt der Rolle überhaupt. Ich kam dadurch der animalischen Natur des Vampirs näher.

NEWS: Wann wurde Ihnen eigentlich klar, in was für einen Hype Sie da geraten?
Stewart: Als ich zum ersten Mal auf der Comic Con (der weltgrößten Comic-Messe in den USA; Anm.) war und "Twilight“ vorstellte. Da war die menschliche Energie so stark, dass ich wusste, das ist kein normaler Film. Wir bekamen damals die erste Dosis von dem, was später für uns Normalität wurde: Die Fans wollten nicht nur den Film mit uns teilen, sondern auch ein Stück von uns bekommen. Das erschreckte uns anfangs sehr, mit der Zeit gewöhnten wir uns aber daran.
Pattinson: Das Ärgste war unsere Promotion für den dritten Film in München. Wir waren im Olympia-Stadion, ich dachte, es gehe um eine Art öffentliches Interview. Aber als wir hinaustraten, begrüßten uns 30.000 johlende Menschen, die sich die nächsten 15 Minuten nicht beruhigen konnten. Es war irre! Wir standen wie die Ölgötzen herum und wussten nicht, wie uns geschah.

NEWS: Und wie war der Abschied? Der letzte Auftritt?
Pattinson: Es war urkomisch, wenn man bedenkt, dass wir die ganze Serie unter den erbärmlichsten Bedingungen in Vancouver drehten: Auf einmal landeten wir am Strand in der Karibik, wenn auch nur für zwei Tage. Unsere allerletzte Einstellung war am Meer während des Sonnenaufgangs in St. Thomas auf den Virgin Islands. Es war ein schönes, romantisches Ende.

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