TV-Rechte sprengen die Milliardengrenze:
Deutsche Bundesliga kassiert sich krumm

Deutsche Klubs kriegen 1,64 Milliarden bis 2013 Die Pay-TV-Rechte bleiben weiter bei Premiere

TV-Rechte sprengen die Milliardengrenze:
Deutsche Bundesliga kassiert sich krumm © Bild: Reuters/Charisius

Die Vereine der 1. und 2. deutschen Fußball-Bundesliga erhalten von der Saison 2009/2010 an durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Jahr aus der Vermarktung der Medienrechte. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag in Frankfurt/Main mit. Das Gesamtvolumen des bis 2013 laufenden Vertrages beläuft sich auf 1,65 Milliarden Euro. Bisher erhielten die Proficlubs nach DFL-Angaben rund 405 Millionen Euro pro Saison.

Die Pay-TV-Rechte bleiben bei Premiere. Neu ist, dass die ARD-"Sportschau" nicht nur wie bisher am Samstag (18.30 Uhr), sondern auch am Sonntag (ab 21.45 Uhr) eine Zusammenfassung der Spiele des Tages sendet. In der laufenden Saison werden die Free-TV-Bilder der Sonntagsspiele beim DSF gezeigt. Fixiert wurde auch, dass eine Erstliga-Partie am Samstag erst ab 18.30 Uhr angepfiffen und bei Premiere übertragen wird.

"Wir haben in einer schwierigen Lage für den Profi-Fußball ein vorzeigbares Ergebnis erzielt", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. Nach DFL-Angaben will der Ligaverband nun "mit allen rechtlichen Möglichkeiten" gegen die Vorgaben des Kartellamtes in Bezug auf die Zentralvermarktung vorgehen. "Es kann nicht sein, dass wir durch behördliche Maßnahmen bis hin zur Programm-Planung stärker eingeschränkt werden als alle anderen Ligen in Europa. Wir brauchen in dieser Hinsicht eine grundlegende Klärung", erklärte Rauball.
(apa/red)