TV am Handy startet auch in Österreich:
Erster DVB-H Testbetrieb ab August geplant

Projekt der FH Salzburg und zahlreicher Unternehmen Übertragung vorerst nur in Wien und am FH Campus

DVB-H steht für Digital Video Broadcasting - Handheld und ist ist ein Übertragungsstandard, mit dem digitale Fernsehprogramme mittels kleinen, mobilen Geräten - vor allem Mobiltelefonen - empfangen werden können. Mit DVB-H können multimediale Dienste insbesondere TV Angebote über Rundfunk übertragen werden. DVB-H wird so wie das digitale Antennenfernsehen DVB-T terrestrisch gesendet und baut auf dieser Technologie auf.

Die DVB-H Pilotprojekt-Partner starten gemeinsam das erste nationale DVB-H Pilotprojekt. Projektziele sind einerseits die Übertragung im Raum Wien und am FH Campus des Studienganges Digitales Fernsehen in Salzburg und andererseits eine umfangreiche Entwicklung und Abtestung der Programme und Applikationen. Die ersten DVB-H Sender sollen ab August 2006 in Wien und in Salzburg aufgebaut werden. Der Testbetrieb startet mit September 2006 und soll bis Ende Mai 2007 abgeschlossen sein.

Zwei Testphasen
In der ersten Testphase sollen ORF 1 und ORF 2 free2air ausgestrahlt werden. In den nächsten Phasen werden weitere Kanäle und Zusatzdienste der Projektpartner angeboten. Der Startschuss für die Umsetzung des Pilotprojekts in Österreich ist mit der Unterzeichung des Kooperationsvertrages Ende Mai 2006 gefallen.

Ein Meilenstein für digitales Fernsehen?
Die ORS wird gemeinsam mit den Kooperationspartnern für die technische Umsetzung dieses Pilotprojekts Sorge tragen. Mag. Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der ORS dazu: "Dieses Pilotprojekt ist ein weiterer Meilenstein für die Digitalisierung der Fernsehverbreitungswege in Österreich. Österreich zählt somit zu den ersten Ländern weltweit, die diese Technologie umsetzen werden. "Da wir eine vollständig auf Standards basierende DVB-H Trial-Lösung einbringen, ist das Projekt für Österreich ein bedeutender Schritt für die mobile Empfangstechnik von morgen", erklärt Ing. Dietmar Appeltauer, Bereichsleiter Siemens Communications. (red)