Turbulentes Jahr beim ÖFB: Windtner, Constantini und die "Causa Ivanschitz"

Leo Windtner wird neuer starker Mann an der Spitze Constantini beerbt Brückner. Ivanschitz unerwünscht

Turbulentes Jahr beim ÖFB: Windtner, Constantini und die "Causa Ivanschitz" © Bild: APA/dpa

Ein neuer Präsident, ein neuer Teamchef und ein unerwünschter Kapitän. Der ÖFB hat auf personeller Ebene ein turbulentes Jahr hinter sich. NEWS.at wirft einen Blick zurück auf die Veränderungen beim österreichischen Fußball-Bund.

2. Februar: Leo Windtner wird neuer Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes. Der Verbandschef Oberösterreichs setzt sich in der entscheidenden Abstimmung des Wahlausschusses gegen Ex-Rapid-Chef Günter Kaltenbrunner durch. Offiziell wird Windtner am 28. Februar bei einer außerordentlichen Hauptversammlung bestellt. Er folgt Friedrich Stickler nach, der die Geschicke des Verbandes sechs Jahre geleitet hat.

Am 2. März trennt sich der ÖFB nach etwas mehr als einem halben Jahr bereits wieder von Teamchef Karel Brückner. Der Tscheche hatte Österreichs Auswahl nach der Heim-EM in sieben Spielen zu nur einem Sieg bei zwei Remis und vier Niederlagen geführt. Darunter waren in der WM-Qualifikation ein sensationeller 3:1-Heimsieg gegen Frankreich, bittere Niederlagen in Litauen (0:2) und gegen Serbien (1:3) sowie das blamable 1:1-Auswärtsremis gegen die Färöer. Zwei Tage später wird der Tiroler Dietmar Constantini als neuer Teamchef präsentiert.

Gleich bei seiner ersten Kaderbekanntgabe fürs Match der WM-Qualifikation gegen Rumänien verzichtete Constantini u.a. auf den bisherigen Kapitän Andreas Ivanschitz oder auch auf Martin Stranzl, dafür durften Youngsters wie Aleksandar Dragovic, Daniel Beichler oder Yasin Pehlivan erstmals ins Teamcamp einrücken. Das forcieren des "jungen Weges" wurde zum Markenzeichen des zeitweilen sturen Tirolers. Ebenso wie der Disput mit langjährigen Stützen des Teams. Neben dem vielkritisierten Verzicht auf den in Deutschland groß aufspielenden Ivanschitz, trennten sich auch die Wege mit Alexander Manninger und Martin Stranzl im Unfrieden. Beide erklärten ihren Rücktritt aus dem Nationalteam. Während die Türen bei Manninger und Stranzl zu sind, könnte Ivanschitz im Frühjahr wieder zum Team stoßen.

Ende September verlängert Constantini seinen Vertrag als Teamchef bis zum Ende der kommenden EM-Qualifikation. Constantini avanciert damit vom langjährigen "Feuerwehrmann" auf Clubebene zur Langzeitlösung für die Nationalmannschaft.

(red)