Türkei kann es aus eigener Kraft schaffen:
Daheim muss aber Sieg gegen Bosnien her

Das Hinspiel auswärts endete in einer 2:3-Niederlage Konkurrent Norwegen hofft auf türkischen Umfaller

Türkei kann es aus eigener Kraft schaffen:
Daheim muss aber Sieg gegen Bosnien her

Nach dem 2:1-Sieg in Norwegen kann sich die türkische Fußball-Nationalmannschaft in der abschließenden Qualifikationsrunde aus eigener Kraft das zweite Ticket der Gruppe C für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz sichern. Die Elf von Coach Fatih Terim ist allerdings im Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina zum Siegen verdammt, da Konkurrent Norwegen zeitgleich auf Malta wohl drei Punkte holen wird.

Die Vorzeichen für einen Sieg der Türkei, die in der Tabelle mit 21 Punkten einen Zähler vor Norwegen liegt und bei Punktegleichheit die bessere Bilanz im direkten Duell mit den Wikingern (2:1/2:2) vorzuweisen hätte, stehen allerdings nicht sehr gut, immerhin haben Emre und Co. das erste Duell mit Bosnien 2:3 verloren. Dazu endete auch das bisher einzige Spiel in der laufenden Quali im Ali Sami Yen Stadion mit einer Niederlage der Terim-Elf (0:1), allerdings gegen den bereits als Gruppensieger feststehenden Europameister Griechenland.

Gebete sollen's richten
Die Statistik ist sicherlich mit ein Grund, warum der WM-Dritte von 2002 das "Endspiel" keineswegs auf die leichte Schulter nimmt. "Es ist noch nichts entschieden. Die Spieler wissen sehr wohl, dass sie noch ein entscheidendes Spiel vor sich haben", sagte Terim, allerdings mit dem hoffnungsvollen Nachsatz: "Ich habe den Eindruck, dass wir uns langsam unserer Bestform nähern."

Die vielerorts gefürchtete Stimmung im ausverkauften Stadion in Istanbul soll seine Spieler beflügeln. "Ich appelliere an alle Türken, wir wollen richtig leidenschaftliche Fans sehen - nicht nur Zuschauer, sondern echte Fans", betonte Terim. Und Denizlispor-Mittelfeldspieler Yusuf Simsek fügte noch hinzu: "Alle, die nicht ins Stadion kommen können, sollen beten." Bei Bosnien fehlt Toptorschütze Zlatan Muslimovic von Atalanta Bergamo.

Norwegen hofft auf türkischen Umfaller
Die Norweger haben beim abgeschlagenen Schlusslicht, das sie zu Hause klar mit 4:0 besiegt hatten, in Ta'Qali fix drei Punkte eingeplant, müssen allerdings auch auf einen "Umfaller" der Türken hoffen. "Ich fühle mich wie ein Schwergewichts-Boxer, der in den Seilen hängt", hatte Coach Age Hareide nach der bitteren 1:2-Heimschlappe am Samstag gegen die Türkei angemerkt.

Die Hoffnung auf die zweite EM-Teilnahme nach 2000 hat der 54-Jährige aber genauso wie seine Spieler, darunter die ehemaligen Österreich-Legionäre Vidar Riseth (LASK), Sigurd Rushfeldt sowie Thorstein Helstad (beide Austria), noch nicht aufgegeben, wie er erklärte: "Noch ist es nicht vorbei. Es sind schon seltsamere Dinge passiert, als das die Türkei gegen Bosnien nicht gewinnt."

Im für den Aufstieg bedeutungslosen dritten Gruppenspiel treffen Ungarn und der mit 28 Punkten klare Tabellenführer Griechenland in Budapest aufeinander, Mattersburg-Legionär Csaba Csizmadia und Co. haben dabei zumindest noch die Chance die verkorkste Qualifikation mit einem Sieg möglicherweise auf Rang vier abzuschließen.

(apa/red)

CASHPOINT - Wollen wir wetten?
Click!