Türkei von

Tote bei Ballonunglück

Zwei Heißluftballons zusammengestoßen. Touristen stürzten Hunderte Meter in Tiefe.

Zwei bunte Heißluftballons © Bild: Thinkstock/Ingram Publishing

Nach dem Zusammenstoß zweier Heißluftballons in der Türkei ist eine Gruppe Touristen Hunderte Meter in die Tiefe gestürzt. Drei Brasilianerinnen kamen ums Leben, 23 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Das Drama ereignete sich über den berühmten Felsformationen von Kappadokien, wo häufig dutzende Ballons unterwegs sind.

Der Unglücksballon sei mit dem Korb eines über ihm fahrenden Ballons zusammengestoßen, sagte Gouverneur Abdurrahman Savas. "Der niedriger fahrende Ballon wurde beschädigt und stürzte schnell ab", sagte Savas unter Berufung auf Augenzeugen. Der Fernsehsender NTV berichtete, die Kollision habe sich in einer Höhe von 300 Metern ereignet.

Brasilianerin sofort tot

Die meisten Verletzten erlitten Knochenbrüche. Eine Brasilianerin war sofort tot, eine zweite erlag in einem Krankenhaus ihren Verletzungen, wie Savas sagte. Die türkische Luftfahrtbehörde ordnete eine Untersuchung an. Zum Unglücksort nahe der Ortschaft Ürgüp (Provinz Nevsehir) waren zahlreiche Rettungsmannschaften geschickt worden. Die beiden Todesopfer waren 71 und 65 Jahre alt.

Laut NTV war der Ballon am frühen Morgen in Göreme gestartet. Nach Angaben des Unternehmens hatte der Pilot alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet, die Behörden leiteten laut Medienberichten eine Untersuchung ein.

Ballonfahren boomt

Das Ballonfahren boomt in der zentralanatolischen Region Kappadokien. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Unternehmen von sechs auf zwanzig, die der Ballons von 31 auf 140. Vor vier Jahren war in der Region bei einem Zusammenstoß von zwei Ballons bereits ein Brite ums Leben gekommen.

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