Türkei-Sager von

Wirbel um grünen Bundesrat

Empörung aus den eigenen Reihen nach den umstrittenen Aussagen von Dönmez

Efgani Dönmez © Bild: Profil/Walter Wobrazek

Viele Parteikollegen des grünen Bundesrates Efgani Dönmez haben sich am Montag empört über dessen Forderung gezeigt, Anhänger des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Türkei abzuschieben. Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner wies die Äußerungen "auf das Schärfste" zurück. Vize-Klubobmann Karl Öllinger nannte sie in einem Facebook-Kommentar "inakzeptabel und autoritär".

Dönmez hatte sich gegenüber der Gratiszeitung "Heute" dafür ausgesprochen, die Anhänger Erdogans in ihre Heimat abzuschieben. Mit Blick auf eine Solidaritätskundgebung für Erdogan am gestrigen Sonntag in Wien, an der 5.000 Menschen teilgenommen haben sollen, sagte er: "Schickt alle 5.000 mit einem One-Way-Ticket wieder in die Türkei zurück!"

Die grünen Jugendorganisationen forderten gemeinsam den Parteiausschluss von Dönmez. Efgani Dönmez ist schon lange nicht mehr tragbar für die grüne Bewegung", sagte Victoria Spielmann von der Studierendenvertretung GRAS in Anspielung auf vorherige, umstrittene Äußerungen von Dönmez. 2008 hatte er etwa damit für Aufsehen gesorgt, als er sagte: "Brüste zu haben reicht bei den Grünen nicht als Qualifikation".