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Bombenanschlag in Ankaras Zentrum

Mindestens 97 Menschen sind ums Leben gekommen

Bombenanschlag in Ankara © Bild: REUTERS/Tumay Berkin

Das Zentrum der türkischen Hauptstadt Ankara ist am Samstag von einem Anschlag erschüttert worden. Mindestens 97 Menschen, die an einer Friedensdemonstration teilnahmen, sind bei dem Bombenattentat getötet worden. Mehr als 500 Menschen wurde bei den Explosionen am Samstag verletzt. Eine türkische Nachrichtenagentur berichtete, dass die Polizei 14 Verdächtige Mitglieder des Islamischen Staates festgenommen hat.

Die beiden Sprengsätze waren vor Beginn einer regierungskritischen Friedenskundgebung vor dem Hauptbahnhof detoniert. Die Behörden gingen Berichten nach, dass sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. 95 von 97 Todesopfern wurden identifiziert, unter den Toten ist ein Palästinenser. Die Identifizierung der Selbstmordattentäter ist im Gange - die türkische Regierung verdächtigt die Islamistenorganisation Islamischer Staat (IS).

Anschlag im Zentrum von Ankara
© imago/Xinhua Der Anschlag ereignete sich vor dem Hauptbahnhof in Ankara.
Anschlag im Zentrum von Ankara
© imago/Xinhua Die Menschen sind fassungslos.

Kurz verurteilt Anschlag

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat den Anschlag in der türkischen Hauptstadt von Samstag früh verurteilt: "Ich verurteile den heutigen Terroranschlag in Ankara auf eine friedliche Demonstration auf das Schärfste."

"Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der zahlreichen Opfer", betonte der Außenminister nach Angaben eines Sprechers des Ministers. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "abscheulichen Anschlag" auf Einheit und Frieden des Landes.

Anschlag im Zentrum von Ankara
© imago/Xinhua Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz.

Hintergrund

In der Türkei war in den vergangenen Monaten der Konflikt zwischen der Regierung und den kurdischen Rebellen wieder eskaliert. Es gab zahlreiche Anschläge der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gegen türkische Soldaten und Polizisten. Die türkische Armee wiederum bombardierte Stellungen der PKK im Nordirak. Die islamisch-konservative Regierung wirft der Kurdenpartei HDP vor, die PKK zu unterstützen.

Anschlag im Zentrum von Ankara
© imago/ZUMA Press

Kommentare

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Es bleibt den Staaten in Westeuropa nichts anderes übrig, als mit grossem und teuren Aufwand alles zu versuchen, Terroranschläge (islamische, PKK etc.) zu verhindern, während die zugrundeliegende Mechanik politisch korrekt tabu ist und quantitativ wie qualitativ weiter zunimmt.

naklaro melden

die pkk ist eine nationalistische Partei!

gustigusti melden

@zombi69: besser hätt ich's nicht ausdrücken können, Gratulation!
@Artikel: Schlimm. Der Nahe Osten ist derzeit ein Pulverfass, ach was fühlen wir uns alle sicher, dass zumindest 4 Nuklearstaaten darunter sind...

Keine Panik, alles völlig normal. Das gehört einfach dazu....

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