Tür des DFB für Kevin Kuranyi endgültig zu:
Stürmer akzeptiert Rauswurf aus dem Kader

Schalker bezeichnet spontanen Abgang als "Fehler" Trennung ist für Teamchef Löw aber "unwiderruflich"

Tür des DFB für Kevin Kuranyi endgültig zu:
Stürmer akzeptiert Rauswurf aus dem Kader © Bild: AP/Meissner

Kevin Kuranyi hat einen Tag nach seinem Rauswurf aus dem Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Verständnis für seine Stadion-Flucht während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland (2:1) gebeten. Auf einer Pressekonferenz in Gelsenkirchen bezeichnete der Schalker seinen Abgang als "Fehler", begründete die spontane Handlung aber mit dem aufgestauten Frust über Jahre.

"Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen." Den Rauswurf durch Bundestrainer Joachim Löw akzeptiere er. Der 52-malige Teamspieler schloss nicht aus, trotzdem wieder für Deutschland zu spielen. "Was in der Zukunft passiert, entscheiden andere Menschen", erklärte Kuranyi.

Löw hat die telefonische Entschuldigung des Spielers für dessen unerlaubtes Entfernen angenommen, gleichzeitig aber die Trennung von dem Schalker Stürmer als "unwiderruflich" bezeichnet. "Daran gibt es nichts zu rütteln", erklärte der frühere Austria- und Tirol-Trainer in Düsseldorf.

Kuranyi hatte sich nach dem Eklat erst am späten Abend beim DFB-Teamchef gemeldet "und sich grundsätzlich für seine Reaktion entschuldigt", sagte der Chefcoach. Der 26-Jährige habe den "Fehler, die Mannschaft im Stich gelassen zu haben", eingestanden, erzählte Löw vom Gespräch mit seinem nunmehrigen Ex-Schützling.

(apa/red)