Tsunami auf den Salomonen: Nachbeben behindern Hilfe für Opfer im Krisengebiet

Australien, Neuseeland & die USA stellten Geld bereit Menschen leben immer noch in Angst und Schrecken

Ein paar Tage nach der Flutwelle auf den Salomonen im Südpazifik sind mehrere tausend Inselbewohner noch immer ohne jede Hilfe. In der besonders schwer betroffenen Stadt Gizo im Westen der Salomonen verbrachten mindestens 2.000 Bewohner eine weitere Nacht unter freiem Himmel. In den Lagern der Obdachlosen erkrankten zahlreiche Kinder an Durchfall.

Der Leiter der Katastrophenschutzbehörde räumte ein, dass die Hilfe nur langsam anläuft. Wegen zerstörter Straßen sind viele zerstörte Dörfer noch von der Außenwelt abgeschnitten. Heute startete ein Transportflugzeug der australischen Luftwaffe mit Versorgungsgütern zu den Salomonen.

Spendenaufruf des Weltkinderhilfswerk UNICEF
Das Weltkinderhilfswerk UNICEF bat um Spenden von 500.000 Dollar für die Tsunami-Opfer. Das Geld werde für die dringendsten Bedürfnisse von Frauen und Kindern benötigt, so die Organisation. Außerdem würden in der Katastrophenregion auf den Salomonen-Inseln unter anderem Wassertanks und Mittel zur Trinkwasseraufbereitung benötigt.

Ein Seebeben der Stärke 8,1 und und eine anschließende Flutwelle haben auf dem Archipel mindestens 28 Menschen das Leben gekostet, tausende wurden obdachlos. Die Helfer wurden immer wieder durch heftige Nachbeben behindert. Alle paar Stunden wurde die Region erneut erschüttert, die Erdbeben erreichten Stärken zwischen 6,0 und 6,2.

Die Einwohner der Provinzhauptstadt Gizo flüchteten jedes Mal in die Berge, wie der Gouverneur der Provinz Reportern über ein Handy berichtete. Er hielt sich selbst in Gizo auf.

Die Menschen lebten in Angst und Schrecken. Gizo war bei dem schweren Erdbeben am Montag und dem anschließenden Tsunami schwer getroffen worden.

(apa/red)