Tschad schließt Grenze zum Sudan: Angriff auf tschadisches Territorium wird befürchtet

Auch Wirtschaftsbeziehungen wurden unterbrochen Vorwurf der Unterstützung von Rebellen im Darfur

Tschad schließt Grenze zum Sudan: Angriff auf tschadisches Territorium wird befürchtet © Bild: AP/Raouf

Der Tschad hat seine Grenze zum Sudan geschlossen und die Wirtschaftsbeziehungen zum Nachbarland ausgesetzt. Ein tschadischer Diplomat warf dem Sudan im britischen Rundfunksender BBC vor, nach einem Vorwand für einen Angriff auf tschadisches Territorium zu suchen.

Der Sudan hatte die diplomatischen Beziehungen zum Tschad abgebrochen und dies mit der angeblichen Unterstützung für Rebellen in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur begründet.

Der ebenfalls von Rebellenmilizen geprägte Osten des Tschad grenzt an Darfur. Die Beziehungen zwischen den Regierungen in N'Djamena und Khartum sind bereits seit längerem gespannt. Beide werfen der jeweils anderen Seite vor, Rebellen Zuflucht zu gewähren und diesen als Nachschubbasis zu dienen. Als tschadische Rebellen bis in die Hauptstadt N' Djamena vorrückten, warf Präsident Idriss Déby dem Sudan Unterstützung der Rebellen vor.

(apa/red)