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Trump warnte Priester vor "gewalttätigen" Demokraten

US-Präsident befürchtet offenbar schlechtes Abschneiden seiner Republikaner bei Parlamentswahl, weil er nicht selbst auf dem Stimmzettel steht

US-Präsident Donald Trump hat konservative Geistliche vor einem Wahlsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen im November gewarnt. Die Demokraten würden in diesem Fall alle Erfolge seiner Regierung zunichtemachen, und dies "schnell und gewaltsam", sagte Trump einem Bericht der "New York Times" vom Dienstag (Ortszeit) zufolge.

Trump hatte am Montag im Weißen Haus ein Abendessen für eine Gruppe von etwa 100 seiner evangelikalen Unterstützer gegeben. Das Blatt erhielt von einem Teilnehmer einen Mitschnitt des Treffens.

Die Demokraten würden sofort die konservative Agenda kippen, sagte Trump demnach. Er sprach von einer "linksradikalen Antifa": "Wenn man sich manche dieser Gruppen ansieht, das sind gewalttätige Menschen." Trump rückte nicht zum ersten Mal seine politischen Gegner in die Nähe von Gewalt. Ein Sprecher des Weißen Hauses habe keine weitere Erklärung zu den Aussagen des Präsidenten abgegeben, schrieb das Blatt.

Der Präsident forderte die Seelsorger auf, ihre Gemeinden zum Wählen aufzurufen. Dies sei schwierig, da er, Trump, nicht selbst zur Wahl stehe. "Ich glaube wir sind beliebt, aber es ist fraglich, ob die Leute zur Wahl gehen, wenn ich nicht auf dem Stimmzettel bin." Wenn nicht, stünden zwei sehr harte Jahre bevor, so Trump. "Ihr seid eine Wahl davon entfernt, alles zu verlieren, das ihr habt."

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