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Trump und Clinton sagen für Freitag Wahlkampfauftritte ab

Trump verurteilt Tod von Polizisten und "sinnlosen" Tod zweier Schwarzer

Nach den tödlichen Schüssen auf fünf Polizisten in Dallas haben die beiden voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump ihre Wahlkampfauftritte für Freitag abgesagt. Wegen der tragischen Ereignisse in Dallas habe Trump seinen Auftritt in Miami annulliert, teilte sein Team mit. Clinton verschob einen gemeinsamen Auftritt mit US-Vizepräsient Joe Biden in Pennsylvania.

Mindestens ein mutmaßlicher Heckenschütze hatte am Donnerstagabend bei Protesten gegen Polizeigewalt in der texanischen Stadt fünf Polizisten getötet. Ein 25-jähriger Verdächtiger wurde Stunden später von der Polizei getötet, bei Verhandlungen sagte er aus, er habe "Weiße" und vor allem "weiße Polizisten" töten wollen.

Trump bezeichnete die Tat als "entsetzlich", verurteilte aber gleichzeitig die jüngsten "sinnlosen Tode" zweier Schwarzer durch Polizeischüsse, die der Auslöser der Proteste in Dallas waren. "Unsere Nation hat sich zu sehr gespalten. Zu viele Amerikaner haben das Gefühl von Hoffnungslosigkeit", erklärte Trump weiter. "Rassenspannungen haben zu-, statt abgenommen. Das ist nicht der Amerikanische Traum, den wir für unsere Kinder wollen".

Der Milliardär, der in der Vergangenheit eher durch rassistische oder spaltende Aussagen über mexikanische Einwanderer oder ausländische Muslime von sich reden machte, fuhr fort, es sei an der Zeit für "starke Führung, Liebe und Mitgefühl".

Clinton erklärte per Kurzbotschaftendienst Twitter, sie trauere um die Polizisten, die erschossen worden seien, während sie "friedliche Demonstranten schützten", mit den Angehörigen der Opfer und ihren Kollegen. Zuvor hatte sie sich bereits "besorgt" über den Tod der beiden Schwarzen durch Polizeigewalt geäußert.

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