Fakten von

Trumps Triumph nach
Massaker in Orlando

US-Wahlkampf: Abstand auf Rivalin Hillary Clinton verringert

Donald Trump © Bild: REUTERS/Jonathan Drake

Das tragische Massaker in Orlando war zugleich Testlauf und Chance für die US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton. Beide nutzten das Blutbad für ihren Wahlkampf. Wie es scheint konnte Trump mit seinen Forderungen - ein Einreiseverbot für Muslime und ein leichterer Zugang zu Waffen - bei den Wählern punkten.

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Das Duell kann beginnen

Die Vorwahlen im US-Wahlkampf sind vorbei, jetzt beginnt das Duell zwischen Clinton und Trump. Laut einer neuen Umfrage hat sich im US-Wahlkampf der Vorsprung von Hillary Clinton auf Donald Trump nach dem Massaker von Orlando etwas verringert. Die Demokratin Clinton liege nun noch 11,6 Prozentpunkte vor dem Republikaner Trump, wie aus einer Reuters/Ipsos-Erhebung vom Dienstag hervorgeht. In der Vorwoche hatte Clinton noch 13 Punkte vor Trump gelegen. Für die Erhebung wurden zwischen Freitag vergangener Woche und diesem Dienstag 1.053 Wahlberechtigte befragt.

Clinton gewinnt letzte Vorwahl

Clinton konnte zuletzt ebenfalls zahlreiche Wähler überzeugen: Sie hat den Vorwahl-Marathon ihrer Demokratischen Partei mit einem Sieg in der Hauptstadt Washington abgeschlossen. Bei der Abstimmung ließ die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin ihren Rivalen Bernie Sanders am Dienstag klar hinter sich: Nach Auszählung von fast allen Stimmen lag sie bei fast 79 Prozent.

Die US-Demokratin hat das Massaker ebenfalls intensiv in ihren Wahlkampf eingebunden: Trumps Äußerungen seien "beschämend" und "respektlos" gegenüber den Opfern von Orlando. Sie seien einmal mehr der Beweis, dass Trump "charakterlich untauglich und vollkommen ungeeignet als Oberbefehlshaber ist", sagte Clinton. Sie rief das Land erneut dazu auf, im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzustehen.

Auch Obama meldete sich zu Wort: Der US-Präsident warnte eindringlich davor, alle "Muslime über einen Kamm zu scheren". Denn dann "gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen." Zwar habe sich der Todesschütze von Orlando zum IS bekannt, sagte Obama. "Aber wollen wir jetzt deswegen alle Muslime wegen ihres Glaubens diskriminieren?"

Für Trump scheint seine Strategie jedenfalls aufgegangen zu sein. Noch am Sonntag hatte er mitgeteilt, dass das Massaker ihn in seinen Forderungen, wie einem generellen Einreiseverbot für Muslime, bestätige.

Kommentare

Oberon
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Trump bietet in seinem Wahlprogramm u.a. auch den leichteren Zugang zu Waffen an. Noch leichter? Reicht's denn noch immer nicht? Zu diesem Thema habe ich mir auf ORF2 die Sendung Weltjournal+ aufgenommen, muss ich mir aber erst anschauen.

Obama meint, man soll nicht "alle Moslems über einen Kamm scheren". Immer noch wundere mich über die extreme Denkweise so mancher Leute, die entweder ........

Oberon
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.... alles gut finden oder alles schlecht. Typische Schwarz-Weiß-Denker. Von dieser Sorte gibt's anscheinend mehr, als man allgemein annimmt.

Jetzt die Weisheit des Tages. Man muss nicht jeden Menschen mögen und sich gleich mit ihm anfreunden, eigentlich reicht es schon, ihn zu akzeptieren.
Fazit: Wenn moslemische Bürger terroristische Tendenzen zeigen, dann weg mit den ......

Oberon
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.... Samthandschuhen. Ansonsten lehne ich Sippenhaft generell ab, egal, wen sie trifft. Ja, auch bei uns Österreichern! :-)

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