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Trump unterliegt Clinton
auch bei letztem TV-Duell

Trump lässt offen, ob er eine Wahlniederlage akzeptiert

Knapp drei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA hat der Republikaner Donald Trump Umfragen zufolge auch das dritte und letzte TV-Duell gegen die Demokratin Hillary Clinton verloren. In einer Blitzumfrage für CNN/ORC sagten 52 Prozent, die ehemalige Außenministerin habe über den umstrittenen Milliardär triumphiert.

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Zwar verlief die Debatte am Mittwoch deutlich sachlicher als die vorigen TV-Duelle. Doch mit seiner Ankündigung, eine Wahlniederlage möglicherweise nicht anzuerkennen, löste der für Provokationen bekannte Trump selbst in den eignen Reihen Empörung aus. Clinton warf ihrem Rivalen vor, damit erschüttere er die Grundfeste der amerikanischen Demokratie. Mit seinem jüngsten Auftritt schmälerte Trump Experten zufolge seine Chancen auf einen Einzug in das Weiße Haus weiter. Die Finanzmärkte reagierten erleichtert.

"Ich spanne Sie weiter auf die Folter, okay?", entgegnete Trump auf die Frage des Moderators, ob er das Ergebnis der Wahl am 8. November in jedem Fall anerkennen werde. Er werde sich erst zu gegebener Zeit äußern. In den vergangenen Wochen hatte Trump immer wieder erklärt, die Wahl werde zu seinem Nachteil manipuliert.

Clinton sagte, in der Geschichte der USA seien die Wahlergebnisse immer akzeptiert worden, auch wenn sie nicht jedem gefallen hätten. Das werde von jedem Kandidaten erwartet. Vor Journalisten sagte Clinton später, Trump spreche immer dann von Manipulation, wenn etwas nicht nach seinem Plan laufe und er einen Sündenbock dafür suche. "Er beschädigt unsere Demokratie."

Auch bei den Republikanern stießen Trumps Äußerungen auf Unverständnis und Widerspruch. "Wenn man in den Umfragen hinten liegt, braucht man am nächsten Morgen alles andere als die Schlagzeile, man werde die Wahlergebnisse nicht akzeptieren", sagte der Wahlkampfstratege Ford O'Connell. US-Senator Lindsey Graham sagte, wenn Trump die Wahl verliere, seien nicht Manipulationen der Grund. Vielmehr sei Trump dann als Kandidat gescheitert. Der Parteistratege Ryan Williams nannte Trumps Äußerung "sehr besorgniserregend". Wahlergebnisse müssten anerkannt werden, es sei denn, es gebe Gründe für eine Neuauszählung der Stimmen. "Derzeit sieht es aber gar nicht nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus."

Trump hatte in der Debatte Vorwürfe wiederholt, die Medien seien parteiisch und unehrlich. Zudem würden Millionen Menschen in Wählerverzeichnissen geführt, die dort nicht auftauchen dürften. Experten gingen davon aus, dass er mit dieser Strategie nur bei seinen eingefleischten Anhänger punkten kann. Darüber hinaus dürfte es ihm damit aber nicht gelingen, in den Umfragen das Ruder kurzfristig herumzureißen. Hier hatte Clinton zuletzt einen deutlichen Vorsprung vor Trump.

Sowohl Trump als auch Clinton sind bei den meisten Wählern unbeliebt. Während der 70-jährige Immobilien- und TV-Unternehmer zum ersten Mal ein öffentliches Amt anstrebt, gilt die 68-jährige Ex-Außenministerin zwar als erfahrene Politikerin - aber auch als Teil des oft mit Argwohn beäugten Washingtoner Establishments. Die ehemalige First Lady ist die erste Frau, die von einer großen US-Partei ins Rennen ums Weiße Haus geschickt wird. Trump hat seinerseits mit frauenfeindlichen Äußerungen für Aufsehen gesorgt und wird sexueller Übergriffe beschuldigt.

Trump erklärte, die Darstellungen der Frauen sein als falsch entlarvt worden. Er warf Clinton und ihrem Wahlkampfteam vor, hinter den Vorwürfen zu stecken. Seine Rivalin sei "so eine böse Frau". Clinton bekräftigte daraufhin, die Vorwürfe seien gerechtfertigt. "Donald glaubt, wenn er Frauen herabsetzt, macht ihn das größer", sagte die Politikerin.

Die beiden Kandidaten reichten sich bei ihrem Zusammentreffen in Las Vegas entgegen den Gepflogenheiten nicht einmal die Hand. Generell präsentierten sie aber sachlicher als in früheren Debatten und wiederholten ihre bekannten Positionen zu Wirtschaft, Sicherheitspolitik und Einwanderung.

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