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Trump bietet Mexiko Hilfe im
Kampf gegen Drogenkartelle an

US-Präsident sagte seinem Amtskollegen: "Sie haben einige knallharte Hombres, mit denen Sie vielleicht Hilfe brauchen"

US-Präsident Donald Trump hat seinem mexikanischen Amtskollegen einem Medienbericht zufolge Hilfe bei der Bekämpfung von Drogenkartellen angeboten. "Sie haben einige knallharte Hombres (Spanisch: Männer) in Mexiko, mit denen Sie vielleicht Hilfe brauchen", sagte Trump laut einem Bericht des Senders CNN in einem Telefonat mit Mexikos Präsidenten Enrique Pena Nieto.

"Wir sind bereit, in großem Stile dabei zu helfen, aber sie müssen außer Gefecht gesetzt werden, und Sie haben das nicht gut gemacht", sagte Trump. CNN berief sich auf ein Protokoll des Gesprächs vom vergangenen Freitag.

Der mexikanische Regierungssprecher Eduardo Sanchez widersprach Berichten, wonach Trump in dem Telefonat gedroht habe, US-Truppen nach Mexiko zu schicken, um die Kartelle zu stoppen. Beide Präsidenten hätten Differenzen bei verschiedenen Themen zum Ausdruck gebracht, twitterte Sanchez am Mittwoch (Ortszeit). Dessen ungeachtet hätten beide den Wunsch bekräftigt, den Dialog aufrechtzuhalten, um Vereinbarungen zu erreichen.

Trump und Pena Nieto hatten am Freitag eine Stunde lang miteinander telefoniert. "Wir hatten ein sehr gutes Gespräch", sagte Trump danach während einer Pressekonferenz.

Das Verhältnis beider Staaten hat sich deutlich verschlechtert, nachdem Trump angeordnet hatte, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, die das Nachbarland bezahlen werde. Pena Nieto hatte daraufhin eine geplante Reise nach Washington abgesagt. Die Mauer war im Wahlkampf ein zentrales Versprechen Trumps gewesen.

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