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Trump-Berater erwartet keinen Handelskrieg mit der EU

Vor allem Deutschland zum Abbau von Ungleichgewichten im Außenhandel aufgefordert

Ein ranghoher Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über die Einigungschancen im Handelsstreit mit der EU geäußert.

"Nach allem, was ich von meinen Kollegen höre, sind wir sehr hoffnungsvoll, die Verhandlungen mit Europa erfolgreich abzuschließen", sagte der Vorsitzende des Rats der Wirtschaftsberater im Präsidialamt, Kevin Hassett, dem "Handelsblatt" (Freitag-Ausgabe). "Ich sehe keinen Handelskrieg."

Am 1. Juni läuft die von den USA verlängerte Frist für die Ausnahme der EU von den Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium aus. Sollten die Verhandlungen bis dahin erfolglos bleiben und die Zölle in Kraft treten, will die EU umgehend ausgewählte US-Unternehmen mit Gegenmaßnahmen belegen.

Hassett forderte vor allem Deutschland auf, mit höheren Investitionen dafür zu sorgen, die Ungleichgewichte im Außenhandel abzubauen. "Deutschland erscheint heute ähnlich unfreundlich gegenüber investitionswilligen Kapitalgebern wie die USA vor unserer Steuerreform." Ein massiver Investitionsboom würde die Ungleichgewichte verringern. Darüber hinaus gebe es ungleiche Handelsbedingungen bei einigen Einfuhrzöllen.

Auch Trump hatte am Donnerstag erneut die Handelspolitik der EU kritisiert und besonders deutsche Autohersteller ins Visier genommen. "Für uns ist es sehr schwierig, Autos in der Europäischen Union zu verkaufen", sagte er in Washington. Umgekehrt gebe es einen Strom von Fahrzeugen etwa von Daimler und BMW in die USA. Dabei würden keine Schranken gelten. "Sie zahlen eine winzige Steuer, während die Europäische Union eine gewaltige Steuer verlangt." Insgesamt habe die EU die USA in der Handelspolitik "furchtbar" behandelt.

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