Trotz US-Immobilienkrise: IWF sieht Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Auswirkungen der Turbulenzen seien kontrollierbar Notenbanken pumpen Milliarden in Bankensystem

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft trotz der aktuellen Kreditkrise weiter auf Wachstumskurs. Der IWF äußerte die Einschätzung, dass die Auswirkungen der Turbulenzen kontrollierbar seien. Die Fundamentaldaten deuteten weiter daraufhin, dass das starke Wachstum der Weltwirtschaft andauere.

Rund um den Globus hatten die Notenbanken kurz vor dem Wochenende Milliardensummen in das Bankensystem gepumpt, um die tief verunsicherten Anleger zu beruhigen. Die Angst vor einer Verschärfung der Kreditkrise veranlasste die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Fed sowie die Währungshüter in Tokio und Sydney zu zusätzlichen Liquiditätsspritzen. Innerhalb von 48 Stunden wurden so mehr als 230 Milliarden Euro in den Finanzkreislauf gebracht und damit so viel wie noch nie seit den Anschlägen vom 11. September 2001.

Der Auslöser für die jüngste Nervosität an den Märkten kam aus Frankreich: Die Großbank BNP Paribas hatte in Folge der US-Hypothekenkrise drei Fonds über 1,6 Milliarden Euro nach massiven Wertverlusten eingefroren.

Damit sind vorerst keine Ein- und Auszahlungen mehr möglich. Anleger fürchten, dass sich die am US-Markt für schlechter besicherte Hypothekenkredite ausgebrochene Liquiditätskrise auf andere Bereiche ausdehnen und die Banken in Finanzierungsnöte bringen könnte.
(apa/red)